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Mordkommission ermittelt

Bandido in Bottrop erschossen

29.05.2012 | 18:29 Uhr
Bandido in Bottrop erschossen
Foto: dapd

Bottrop.   Ein Autofahrer fand den sterbenden Rocker. Zwei verfeindete Klubs bekriegen sich seit Jahren

Die Polizisten finden den sterbenden Rocker neben seiner Harley Davidson. Am gestrigen Dienstag um 8 Uhr früh hat sie ein Autofahrer nach Bottrop in den Stadtteil Boy gerufen. Der 49-jährige Mann mit der Motorradkutte lebt noch, ein Notarzt versucht ihn zu retten, doch noch am Fundort stirbt er an seinen Schussverletzungen, vor allem am Oberkörper. „Es handelt es sich um ein Mitglied der Rocker-Gruppe Bandidos“, bestätigt der Essener Staatsanwalt Joachim Lichtinghagen.

Der Bandenkrieg zwischen den Hells Angels und den Bandidos scheint ein neues Opfer gefordert zu haben. Zwar erklärte die Staatsanwaltschaft, die Hintergründe seien völlig unklar, doch eine Nachfrage der WAZ bei einem den Bandidos nahestehenden Motorrad-Club ergab, dass die Gang von einem gezielten Mord an einem Mitglied ausgeht. „Wir haben eine SMS bekommen, wir sollen auf uns aufpassen“, sagte ein Bandido-Unterstützer.

Im Mai 2010 – vor genau zwei Jahren – hatten die Rocker-Klubs einen medienwirksamen Friedensvertrag geschlossen. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen aber davon aus, dass es sich hier um eine reine Image-Kampagne der verfeindeten Gruppen handelt. Immer wieder sind die Rocker auch nach dem Friedenspakt aneinandergeraten.

Die Bandidos sind im Ruhrgebiet der vorherrschende Klub. Die Hells Angels wollen ihnen dieses Gebiet streitig machen. Dabei geht es um Drogen- und Waffenhandel und den Betrieb von Bordellen. Die Hells Angels haben diesen „Geschäftsbereich“ in Norddeutschland bereits fest im Griff. Auch von Seiten des Staates geraten die Rocker immer stärker unter Druck. Im April hat NRW-Innenminister Ralf Jäger etwa die Bandido-Gruppe in Aachen verbieten lassen.

Eine Mordkommission ermittelt nun im Rocker-Milieu.

Patrick Mammen

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Kommentare
31.05.2012
21:55
Bandido in Bottrop erschossen
von Pusche | #2

Genau wie es es Revieblicker hier schreibt die Press weiss immer schon genau wer der Täter war. Ich behaupte das dies aber in Absprache mit den Behörden geschieht,damit verfolgen sie ,das die Bürger von den wahren Problemen in diesem Land abgelenkt werden. Ich denke mittlerweile das es schon soweit ist wie damals in Skandinavien,wo die Polizei Anschläge verübt hat um die beiden Clubs gegeneinander aufzuwickeln. Was ja dann an Tageslicht kam. Dies traue ich diesen Arroganten und hetzerischen Behörden ohne weiteres zu. Zum Thema RECHTSSTAAT,wo ist der geblieben,die sind doch mittlerweile nicht besser als damals in der DDR,oder sonst wo. Wenn ic h mir die Lügen ,Verleumdungen und Menschenrechtsverletzungen und vor allem die Polizeiwillkür betrachte dann kann man von keinem Rechtsstaat mehr reden. Wenn es so weiter geht hat man uns bald entmündigt, darauf läuft das ganze hinaus.Und wir dürfen wie wir es schon hatten ,den Mund nicht mehr aufmachen.

30.05.2012
12:25
Bandido in Bottrop erschossen
von Revierblicker | #1

Der Bericht strotzt wieder nur so vor Mutmassungen und Vorverurteilungen, wie immer wenn es um dieses Thema geht. Immer wieder wird alte ... hoch geholt. Nicht die Bandidos oder Hells Angels geraten in die Schlagzeilen, das macht die Presse mit Ihren aufreisserischen Berichten. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen, die WAZ weis schon Bescheid, hat einen den Bandidos „nahestehenden“ Club befragt, der auch bereitwillig Auskunft gibt. Dort wo doch sonst das Schweigen regiert. Eine SMS ist nachverfolgbar, also hat man schon den Täter?
Bisher gilt in der deutschen Rechtsstaatlichkeit jeder solange als unschuldig, bis ihm das Gegenteil bewiesen wird, außer bei der Presse. Aber der dumme Bürger nimmt es ja ab, wenn falsch recherchierte und nur durch ellenlange Berichte von durchgekauten alten Phrasen nur wieder dafür herhalten müssen, Seiten zu füllen.
...stirbt an seinen Schussverletzungen , vor allem am Oberkörper. Bisher war doch nur von einem Schuß die Rede!

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