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Übergriff

Ausländerfeindliche Parolen gegen Thailänderin

03.08.2009 | 10:16 Uhr

Duisburg. Eine Frau thailändischer Herkunft und ihre beiden Kinder sind am Samstag in Duisburg-Meiderich mit ausländerfeindlichen Parolen beleidigt worden. Dabei bespuckten die Männer die Frau und deren Kinder, zeigten den Hitler-Gruß und schütteten Bier über alle Personen.

Eine Frau thailändischer Herkunft und ihre beiden Kinder sind am Samstag am Bahnhof in Duisburg-Meiderich von drei Männern angegriffen und mit ausländerfeindlichen Parolen beleidigt worden.

Die betrunkenen Täter im Alter von 19, 24 und 30 Jahren zeigten nach Angaben eines Polizeisprechers unter anderem den Hitler-Gruß und beschimpften die Kinder als «Bastarde». Dabei bespuckten die Männer die Frau und deren Kinder und schütteten aus einer Flasche Bier über alle Personen. Dabei stellten sie sich bedrohlich im Halbkreis um ihre Opfer.

Als die Frau die Polizei verständigte, flüchteten die Täter. Bei einer sofort eingeleiteten Fahndung konnten sie festgenommen werden. Sie sollten noch am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt werden. Die Polizei sucht Zeugen des Vorfalls. (ddp)

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Kommentare
05.08.2009
12:24
Ausländerfeindliche Parolen gegen Thailänderin
von thomas-62 | #101

Nachtrag. Diese Diskussion ist in großen Teilen nach dem Muster geführt geführt woren: Haltet den Dieb, sprach der Dieb. Dabei wird unterstellt, man wolle geschickt und vorsätzlich von Dingen ablenken, um auf anders hinzuzielen, womit der schnelle Leser quasi irregeleitet werden solle. Hier wird jedoch die eigenen Vorgehensweisen geschickt unter einen Nebelvohang der Beschuldigung anderer verborgen. Wer einem anderen unterstellt, er wolle einen guten deutschen Rechtsradikalen konstruieren, der begeht damit gleich drei Dinge, wobei er das eine mit dem jeweils anderen geschickt kaschiert. Er setzt zunächst eine falsche beschuldigung in die Welt, und suggeriert zweitens, indem er das Eigenschaftswort deutsch mit dem Begriff des Rechtradikalen kombiniert, an dessen Händen Blut klebe (was an sich ja stimmt), Rechtsradikalismus etwas typisch Deutsches sei. Indem er das Adjektiv gut hinzusetzt, womit ja ausgesagt wird, daß hier etwas Böses als etwas Gutes verkauft werden soll, wird nicht nur eine raffinierte Diffamierung vollzogen, sondern auch die Gleichung aufgemacht: Deutsch=Rechtsradikal=Böse. Fortan können alle Deutschen, die einer anderen Meinung sind als der entsprechende Kolportist, als böse deutsche Rechtadikale (immer mit der entsprechenden Gleichung im Hinterkopf) stigmatisert und damit trefflich und nachhaltig mundtot gemacht werden, um daraus Vorzüge für die eigene Klientel herauszuschlagen.

Zugleich wird eine Scheindiskussion über Begriffe wie völkisch, nationalistisch etc. losgetreten, womit der Leser wiederum von eigentlichen Hintergrund des Geschehens abgelenkt werden soll, indem suggeriert wird, nein, so etwas gäbe es nicht in anderen Ländern, so etwas sei etwas ausschließlich und ausnahmslos Deutsches, womit wir wieder bei dem Thema eines zutiefst rassischen Denkansatzes wären.

Hier wird Rechtsradikalismus nicht bekämpft, sondern instrumentalisiert, wozu solche Vorfälle nur recht sind. Ist es hier eine von Nazis überfallene Mutter mit ihren Kindern, ist es dort eine von einem Rußlanddeutschen ermordete Frau, aus deren Leid und Tod sich trefflich Vorteil pressen läßt. Das Schema, unter dem solche Leute vorgehen, ist immer dasselbe. Man sei sehr vosichtig und gehe solchen Propagandisten nicht auf den Leim. Das sei auch denen empfohlen, die sich den Kampf gegen Rechts nicht nur auf die Fahnen geschrieben haben, sondern diesen an sich notwendigen Kampf ehrlich zu führen bereit sind.

03.08.2009
21:49
Ausländerfeindliche Parolen gegen Thailänderin
von thomas-62 | #100

#78 jcm.

Nein. Bitte lesen Sie aufmerksam. Versuchen wenigstens Sie zu verstehen. Es hat sich für mich nichts geändert. Ich bin mit dem letzten Eintrag derselbe wie der mit dem ersten unter gleichem Namen.

Es geht um dieselben Begriffe, dieselben Aussagen, ich fürchte aber, daß fatih, der sich übs. ja Eroberer nennt, und ich unter jeweils völlig verschiedenen Vorzeichen argumentiert haben.

Darum kommt hier auch nichts zueinander.

Als ich 14 war, das ist jetzt über 30 Jahre her, fuhr ich in der Schulklasse in ein ehemaliges Konzentrationslager. Dies und vieles andere mehr hat durch die Jahre einen bleibenden Eindruck hinterlassen, weshalb ich sehr empfindlich bin, wenn es gegen die Juden geht oder Nazis ihre Parolen skandieren und Leute gegen Schwächere vorgehen. Unterdessen kann ich aber auch die Parolen vom Mißbrauch, von der Instrumentalisierung derselben unterscheiden, vor allem dann, wenn die Dinge nicht durchdacht, sondern, unter geschickter Umdrehung und Ausnutzung von Argumenten, pauschal als rechtsradikal stigmatisiert werden. Das ist nicht immer gleich durchschaubar.

Auch wenn wir offensichtlich nicht zusammen gekommen sind - danke der Beschäftigung und einen schönen Abend noch bzw, eine guten neuen Tag.

03.08.2009
17:46
Ausländerfeindliche Parolen gegen Thailänderin
von jcm | #99

@77thom...
So, und nun vergleichen sie mal den Tonfall mit ihren ersten Eintragungen. Das klingt schwer nach ner ordentlichen Portion Kreide, die sie da zwischenzeitlich vertilgt haben. Auch wenn Zeitgenossen wie fatih oder ich sie dbzgl. füttern mussten...

03.08.2009
16:57
Ausländerfeindliche Parolen gegen Thailänderin
von thomas-62 | #98

Nachtrag: Völkisch als Ideologie,noch dazu in Verbindung mit Nationalismus, ist immer abzulehnen, da es sich über andere Völker erhebt; an einem Verständnis im Sinne dessen, daß wir einem bestimmten Volk angehören, d. h. im Sinne von Identität, Nationalität usw., ist nichts Verwerfliches. Nation, Nationalität ist nicht gleichbedeutend mit nationalistisch.

Gefährlich ist es daher, wenn von Identität, sozusagen reflexartig, auf eine Ideologie geschlossen und diese entsprechend unterstellt wird, noch dazu dann, wenn sie menschenverachtend ist wie der Nationalsozialismus. Identität, Volkszugehörigkeit, auch Freude darüber, zu einem bestimmten Volk zu gehören, ist in jeder Nation bzw. Land zu Hause und hat nichts mit der hier zutage getretenen dummbraunen Gesinnung und dergleichen zu tun. Hier wird gleich einiges durcheinandergeworfen.

03.08.2009
16:28
Ausländerfeindliche Parolen gegen Thailänderin
von thomas-62 | #97

Wir sprechen hier über rassistische Vorstellungen, nach denen diverse Eigenschaften einem ganzen Volk als diesem immanent zugeschrieben werden.

Da hilft es wenig, daß Sie anderen Diskutanten wieder einmal irgendwelche absichtlichen Dinge unterstellen, und darüber hinaus suggerieren, dieser wolle den Leser bewußt und geschickt täuschen. Das verbitte ich mir.

Völkische Vorstellungen gibt es sehr wohl auch in verschiedenen anderen Völkern; sie sind nicht etwas nur Deutsches, wobei sicher richtig ist, daß solche Vorstellungen hier ihre besondere Ausprägung erfahren haben. Wikipedia listet heutige völkische Bewegungen als Teil der internationalen neopaganen Bewegungen, gemischt mit Ideologien anderer Herkunft und in vielfach vermittelter Form und häufig nicht mehr unmittelbar als völkisch erkennbar.

http://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lkische_Bewegung

Völkisch ist aber eben auch nicht dasselbe wie nationalsozialistisch oder, richtigerweise, Nationalismus. Beides geht aber eine Verbindung miteinander ein oder kann wenigsten eine solche Verbindung eingehen, wobei der völkische Nationalismus wieder in Deutschland entsprechend ausgeprägt war. Das ist richtig, und niemand stellt es in Frage.

Gefährlich wir dies nur dann, wenn eine solche oder irgend eine andere Gesinnung oder Grundeigenschaft einem Volk als Ganzem unterstellt wird, als ob es dies in seinen Genen habe. Dann haben wir Rassismus vorliegen. Das ist derselbe Rassismus, die die Saat des Hasses beinhaltet, die letztlich zu Gewalt führt. Um nichts anderes geht es mir.

03.08.2009
15:55
Ausländerfeindliche Parolen gegen Thailänderin
von fatih | #96

Völkische Ideologien und Vorstellungen finden sich in allen Ländern.

Nein. Das Völkische ist deutsch.

Übrings sehr geschickt und für den schnellen Leser kaum zu beachten, dass dann fortgefahren wird mit dem Satz: Nationalismus ist auch in der Türkei weit verbreitet, denn Völkisches und Nationalismus sind zwei verschiedene Begriffe, wo aber im Text suggeriert werden soll, ja, auch in anderen Ländern gäbe es so etwas völkisches. Gibt es eben nicht.

03.08.2009
15:53
Ausländerfeindliche Parolen gegen Thailänderin
von thomas-62 | #95

#73

Freundlichen Rechtsradikalen?

Da Ihnen offensichtlich die Argumente fehlen, Ihnen offensichtlich auch jede Bereitschaft zum Verstehen abgeht, greifen Sie Selbst zum Instrument der Volksverhetzung?

Schämen Sie Sich.

03.08.2009
15:46
Ausländerfeindliche Parolen gegen Thailänderin
von fatih | #94

#67 jcm

Zustimmung

Es scheint, als wolle der Kommentator thomas-62 hier den freundlichen deutschen Rechtsradikalen konstruieren. Das kann nicht gelingen, weil an denen immer Blut und Haß klebt.

03.08.2009
15:44
Ausländerfeindliche Parolen gegen Thailänderin
von thomas-62 | #93

Rassismus bedeutet nicht anderes, als das Alltagsprobleme eine völkische Einfärbung erhalten.

Richtig. Von nichts anderem sprechen wir hier.

Viele begreifen nicht, dass es um eine völkische Ideologie geht.

Auch das ist ohne Zweifel richtig.

Und die hat eben eine deutsche Tradition. (...)
Deshalb mein Vorwurf von der deutschen Gesinnung.

Genau das ist der falsche Ansatz, weil er suggeriert, daß völkische Ideologie etwas explizit (ausnahmslos und ausschließlich) Deutsches sei, ergo etwas, was der Deutsche in seinen Genen hätte.

Völkische Ideologien und Vorstellungen finden sich in allen Ländern. Nationalismus ist auch in der Türkei weit verbreitet. Wer diverse Unarten als etwas definiert, was explizit nur einem Volk sozusagen in die Wiege gelegt sei, der argumentiert genau so rassistisch wie die o. g. braunen Strategen, die dazu führte, daß sie sich an einer Frau mit zwei Kindern vergangen haben.

Mit welchem Recht? Es gibt nicht ein einziges Recht, das besagt, daß man einen Menschen bedrohen, mit Bier überschütten, schlagen dürfe. Noch dazu eine Frau mit zwei kleinen Kindern!

Genau dieses Stigmatisieren eines ganzen Volkes, daß es - per Volkszugehörigkeit - Träger einschlägiger Eigenschaften sei, entspricht der Saat des Hasses, die hier geschickt gestreut wird, die Völker entzweit und wir hier nicht haben wollen. Genau das ist der Rassismus, den es zu bekämpfen, mit Stumpf und Stil auszurotten gilt. Wer braune Volksverhetzer bekämpfen will, der darf sich darum nicht argumentativ auf dieselbe Schiene begeben. Sonst haben seine Argumente keine Kraft; so daß sie die meisten nicht ernst nehmen werden, weil sie an deren Aufrichtigkeit zweifeln.

An dem Übersehen (wollen) dieser Zusammenhänge krankt diese ganze Diskussion, weshalb der Kampf gegen Rechts, gegen Rassismus und Feindschaft in jeder Form, letztlich auch so wenig Wirkung zeigt.

03.08.2009
15:16
Ausländerfeindliche Parolen gegen Thailänderin
von fatih | #92

Rassismus bedeutet nicht anderes, als das Alltagsprobleme
eine völkische Einfärbung erhalten.

Rassistische Gewalt heißt nicht nur der Angriff auf die physische Unversehrtheit der Person, sondern die Mitbürger werden unter Anwendung von Mitteln des physischen bzw. psychischen Zwangs ihrer Handhabungsmöglichkeiten, Entscheidungsalternativen und Entwicklungsperspektiven beraubt - das unter der Voraussetzung, das Opfer ethnisiert zu haben, es durch fiktive biologische oder kulturelle Eigenschaften sozial als minderwertig definiert zu haben.

Viele begreifen nicht, dass es um eine völkische Ideologie geht.
Und die hat eben eine deutsche Tradition. Unter dem Aspekt des Völkischen setzt sich aber in Deutschland niemand mit Rassismus auseinander.

Deshalb mein Vorwurf von der deutschen Gesinnung. Und das zu Recht.

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