Auf dem Dach hat Eva Risse das Sagen
20.06.2007 | 08:56 Uhr 2007-06-20T08:56:47+0200Warstein. Sie hat sich in einer Männerdomäne Respekt verschafft: Eva Risse ist 1999 in den insolventen elterlichen Warsteiner Dachdecker-Betrieb eingestiegen, hat diesen vor vier Jahren übernommen und wieder gesund gewirtschaftet. Dafür hat sie gestern de
1.
Wurden Sie als Chefin schnell akzeptiert?
Bei unseren Gesellen war das kein Problem, die kennen mich zum Teil schon ewig. Anders war es bei manchen Kunden und Architekten. Die waren anfangs skeptisch und haben mich ausgefragt um zu testen, ob ich auch etwas weiß. Das hat sich aber gelegt, in Warstein kennen mich mittlerweile auch recht viele.
2.
Warum haben Sie diesen Männerberuf gewählt?
Ich wollte schon immer Dachdeckerin werden, aber mein Vater hatte anfangs etwas dagegen. Also habe ich nach dem Abitur zunächst eine Ausbildung zur medizinisch-technischen Assistentin gemacht und sechseinhalb Jahre im Labor gearbeitet. Erst als unser Familienbetrieb Insolvenz angemeldet hat, bin ich bei meinem Vater in die Dachdecker-Lehre gegangen. Der Beruf macht mir viel Spaß - draußen ist es schöner als im Büro.
3.Was haben Sie im Familienbetrieb verbessert?Zunächst habe ich den Firmenstamm von über 20 auf sieben Mitarbeiter verkleinert. Mittlerweile haben wir wieder zehn Angestellte. Diese Größe kann ich alleine noch gut bewältigen. Außerdem haben wir die Qualifikation der Mitarbeiter verbessert. Ich lege viel Wert darauf, dass alle freundlich, zuverlässig und pünktlich sind. Das wissen auch unsere Kunden zu schätzen.
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