Fachtagung
Aktiv gegen Rechts im Netz
19.05.2009 | 21:15 Uhr 2009-05-19T21:15:00+0200Siegen. Das Internet wird immer mehr zum Raum für rechtsradikale, antisemitische und rassistische Hetze und zur Organisationsplattform für Neonazis. Politikwissenschaftler der Uni Siegen nähern sich dem Problem mit einer Fachtagung „Rechtsradikalismus im Internet”, die Mittwoch in Siegen beginnt.
Vorbereitet wurde die Fachtagung von Studierenden des Fachbereichs Politikwissenschaften. „Jüngere können mit Codes und Chiffren der rechtsextremen Szene viel mehr anfangen als ältere Sozialwissenschaftler”, sagte die Politikwissenschaftlerin Prof. Sigrid Baringhorst. „Das Internet hat stark dazu beigetragen, die Szene zu stärken”, so Tagungsleiter Dr. Christoph Busch. Das Thema sei aber mittlerweile in seinen vielfältigen Facetten kaum noch zu durchschauen. Jedenfalls sei in der Szene die Devise „Schafft national befreite Zonen auch im Netz” ausgegeben worden.
Zu den Themen des Workshops gehört eine Kundenanalyse der Nazi-Versandwirtschaft, eine Analyse von Partnerschaftsvermittlungen für Neonazis ebenso wie rechtsradikale Argumentationsmuster im Netz.
Stärkere rechte Aktivitäten im Siegerland
Dass die Tagung gerade im Siegerland stattfindet, liegt nicht nur an Tagungsleiter Dr. Busch, der seit Längerem am Thema forscht. Der Staatsschutz beobachtet im Siegerland inzwischen deutlich stärkere Aktivitäten der so genannten Freien Nationalisten, die mit den Resten der Siegerländer NPD eng zusammenarbeiten. In die Schlagzeile geriet die Szene am 1. Mai, als Neonazis aus ganz Deutschland schon auf dem Weg zu einer angemeldeten Demonstration nach Siegen waren, dann aber doch lieber die Mai-Demonstration des DGB in Dortmund überfielen. Organisiert hatte die inzwischen gut vernetzte Szene alles über die einschlägigen Foren im Internet und dann über weniger leicht zu kontrollierende Verbindungen.
Sorge bereitet der Polizei auch, dass die Konfrontationen zwischen Rechts und Links zunehmen. Ein linkes Kulturzentrum in Siegen bekam in den vergangenen Monaten mehrmals nächtlichen „Besuch” von Neonazis, Schlägereien und Sachbeschädigungen haben stark zugenommen.
00:48
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23:29
@keinplatzfürunbelehrbaredoofenazissprücheklopfer: Ich weiß, daß Sie, als ausgewiesener, ewiggestriger Meinungsfaschist ein Problem damit haben, wenn sich aufgeklärte Menschen mit einer gegenteiligen Weltanschauung in einem öffentlichen Forum äußern. Sie haben dem inhaltlich nichts entgegenzusetzen. Das verrät schon Ihr Nickname. Ihre Argumentation, so man sie denn als solche bezeichnen möge, ist inhaltslos, menschenverachtend und primitiv.
22:36
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21:32
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08:16
Vielleicht fällt diese Wahnsinnserkenntnis auch mal der hiesigen Moderation auf.....
Das die Kommentarzeilen hier systematisch und methodisch von Rechtsradikalen benutzt wird und ein kostenloses Mittel zur Verbreitung von volksverhetzenden und rassistischen Ansichten geworden ist, dürfte mittlerweile Faktum sein.
Da hilft auch kein halbherziges Zensieren.
Wobei auch immer mehr kritische Beiträge diesem moderieren zum Opfer fallen, während diskriminierende Beiträge hier oft tagelang stehenbleiben wie ein öffentlicher Pranger.
Die Rechtsradikalen wissen nämlich auch um die Bedeutung solcher Portale und solche Gelegenheiten, ihren Alltagsrassismus und ihre Parolen in die Öffentlichkeit zu bringen, kriegen sie nicht jeden Tag geboten.
Aber derwesten.de handelt hier lieber nach dem Drei-Affen-Prinzip....
09:27
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07:40
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23:24
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21:52
Was bitte ist mit der Aussage gemeint, daß Freie Nationalisten im Siegerland mit den Resten der NPD eng zusammenarbeiten? Bis vor wenigen Jahren gab es im Siegerland nicht einmal einen NPD-Kreisverband. Nachdem dieser neu gegründet wurde, ist die NPD im Siegerland inzwischen zu einen politischen Faktor geworden, was nicht zuletzt an den Kandidaturen zur Kreistagswahl und mehreren Stadt- und Gemeinderatswahlen am 30.08.09 deutlich wird. Wenn also im Beitrag etwas von den Resten der NPD die Rede ist, zeugt dies nicht gerade von seriösem Journalismus.