Abiturklausur in Mathe kann wiederholt werden
18.05.2011 | 18:56 Uhr 2011-05-18T18:56:00+0200Köln. Pannen im Zentralabitur haben auch in diesem Jahr Folgen: Nach Beschwerden von Lehrern und Schülern bietet Schulministerin Löhrmann (Grüne) eine Wiederholung an. Nachschreibtermin ist freiwillig.
Nach Beschwerden von Schülern und Lehrern über die Abiturklausur im Grundkurs Mathematik hat NRW-Schulministerin Silvia Löhrmann (Grüne) eine Wiederholung der Prüfung angeboten. Alle Abiturienten erhalten aus "pädagogischen Erwägungen" die Chance, die Klausur erneut zu schreiben, wie das Ministerium am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte. Nachschreibetermin ist der 26. Mai.
Lehrer und Schüler hatten sich über die Aufgabenstellung in der Klausur des Zentralabiturs beschwert. Laut Ministerium hätten Rückmeldungen aus den Schulen gezeigt, dass es bei der Aufgabenauswahl und -bearbeitung zu Irritationen gekommen sei. Damit sei "nicht auszuschließen, dass die Aufgabenstellungen in Einzelfällen Schülerinnen und Schülern den Zugang zur Lösung erschwert" hätten. Betroffene Schüler, die die Klausur freiwillig wiederholen wollen, müssen sich den Angaben zufolge bis Montag (23. Mai) verbindlich bei ihrer Schule melden.
Löhrmann bedauert Irritationen
Löhrmann hatte zuvor zwar bedauert, dass es bei der Klausur zu Irritationen gekommen war. Eine Fachkommission, die die Aufgaben für das Zentralabitur überprüft, sah nach einer erneuten Prüfung der Aufgabenstellung aber zunächst keinen weiteren Handlungsbedarf. Vergangene Woche hieß es aus dem Ministerium außerdem noch, die Rückmeldungen aus den Schulen hätten gezeigt, dass nahezu alle Beteiligten mit den Aufgaben zurechtgekommen seien.
Schüler und Lehrer hatten sich in zwei Fällen über die zentrale Matheprüfung für die Grundkurse beschwert. (mit dapd)
11:05
Fakten, Fakten, Fakten....
Untersuchungen von ganzrationalen Funktionen (mit CAS einschließlich Funktionsscharen) sollen nur mit Computer-Algebra System vorkommern. siehe standsicherung. schulministerium.nrw.de abitur Die HT3 war eine mit Funktionsscharen. Das war nicht zulässig.
Aber es hat ja genützt: Proteste, aggressive Telefongespräche mit abgenervten Düsseldorfer Beamten...und jetzt gibts Wiederholung.
10:35
kommentar ein Abiturientin: Der Inhalt der Matheklausur war uns allen völlig unbekannt
10:26
Also klare Kante ist: Die Proteste wegen der Funktionsschar sind absolut berechtigt. Der Stoff gehört nicht zum GK-Stoff.
10:22
Das ist noch mehr!
Also, gewundert hat uns, dass GK und LK im wesentlichen ähnliche Aufgaben hatten. Wer jetzt die HT 2 und HT 4 bekommen hat, war krass erledigt. Das waren die reinsten Zeitkiller. Beim berechnen der Tetraederkanten wurde zu viel Zeit vergeudet. Ist das Abitur? Nein. Den Mittelpunkt einer Strecke berechnen ist keine Abitur-Prüfung. Abstände berechnen ist eigentlich reine LK-Sache, im Abitur war es aber im GK.
Erneut zur Prüfung melden? Das muss man checken. Bei HT2 Bei Analysis-Aufgabe musste man A(x) haben und Null setzen. Substitution z=x^2, ergo: Hochpunkt x= 56 Breite 1,12. A von d(x) entspricht 8. d(x) hochleiten. Also, Ergebnisse checken, wo, ist jedem klar und dann anmelden (oder auch nicht!)
09:56
#28
Vollkommen richtig.
Qualität ist ein vollkommens Fremdwort bei Lehrern.
Weder wird genügend geprüft, ob die Aufgaben ordentlich gestellt werden, noch ob die Schüler mit ein sicheren Wissen die Schule verlassen, auf das andere sich später verlassen können.
Gerade durch technische Hilfsmittel wie Taschenrechner und Computer lassen die Lösung der Aufgaben einfach verifizieren.
Papier und Stift sollten reichen, als Hilfsmittel sind evtl. eine begrenzte Formelsammlung und ein Taschenrechner (nur mit Grundrechenarten) zuzulassen. Die Aufgaben sind entsprechend lösbar zu stellen.
09:52
@31 von Thomas75NRW
Wenn man über mangelnde Bildung lästert, sollte man aber wenigstens Mindeststandards bei Rechtschreibung und Grammatik einhalten. :-)
Es gibt für kein Land der Welt irgendeinen Grund, über den Bildungsstand in Deutschland zu lachen. Es gibt nur wenige Länder, die bei Pisa besser abschneiden als wir. Selbst Japan liegt trotz des ganzen Drills in den Schulen nur gerinfügig über uns.
Der Pisa-Schock kam ja eigentlich nur zustande, weil die Deutschen bis dahin geglaubt hatten,die Besten zu sein.
Jetzt wissen wir,dass wir nicht besser oder schlechter als andere sind. Warum sollten wir auch?
09:05
Bei der Vorstellung eines neuen Geldautomaten hat Sascha Grammel es auf den Punkt gebracht...man muss überhaupt nix wissen, an einigen Schulen wird es schon praktiziert.
Is doch schon traurig, das Lehrkräfte den geforderten Stoff nicht vermitteln können. Und dann wundert man sich, das andere Länder über den Bildungsstand von Deutschland lacht.
Wichtig sind Handies im Unterricht und Gespräche über aktuelle Konsolenspiele. RTL rettet euch
08:45
Man kann sogar Abschlussklausuren in Steuerungs- und Regelungstechnik ohne programmierbaren Taschenrechner ablegen und mit guten Noten bestehen (Stichworte Wurzelortskurve, Laplace-Transformation, ...). Die Experten mit ihren programmierbaren TR waren meistens diejenigen, bei der kleinsten Änderung vom Aufgabenschema auf dem Schlauch standen, weil sie nicht mehr wußten, welche Variable sie wann in ihren Kleincomputer eingeben sollten.
Den TR habe ich nicht nur für die Kurvendiskussion im Abitur nicht gebraucht. Er hätte in diesen Fällen auch nicht wirklich geholfen, da jeweils immer ein exakter Lösungsansatz gefordert wurde.
Natürlich kann man heute immer schwierige Aufgaben mit dem TR lösen, was in der Praxis ja auch der Regelfall ist, weil es da auf Zeit und Richtigkeit ankommt. Im Abitur und im Studium sollte es m. M. nach dagegen auf darauf ankommen, nachzuvollziehen, ob der- diejenige das Prinzip verstanden hat oder nur Zahlen abtippt.
07:48
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06:11
Seit Jahren schon gibt es immer wieder Probleme mit den Abiprüfungen. Egal welche Landesregierung an der Macht ist. Wenn diese Aufgaben von Lehrern erstellt werden, frage ich mich was die das ganze Jahr über machen. In der Industrie werden neue Produkte erst gestestet bevor sie auf den Markt kommen. Warum geht das bei Abiprüfungen nicht. Nicht beteiligte Lehrer könnten sie ja mal auf lösbarkeit prüfen, bevor immer wieder nachgebessert werden muss.