Nahverkehr
30 Jahre VRR - kein Grund zum Feiern
06.01.2010 | 07:03 Uhr 2010-01-06T07:03:00+0100
Essen. Vereinzelt zollen Kunden Lob, aber dann kommt das große Aber. Viele angekündigte Projekte des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr wurden nicht verwirklicht. Eine Bilanz zum 30. Geburtstag.
„30 Jahre und kein bisschen besser!” Mit diesem Fazit spricht WAZ-Leser und VRR-Kunde Uwe Kazmirzak aus Herten für die meisten der Leser, die sich an unserer Umfrage zum 30. Geburtstag des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) beteiligt haben. Vereinzelt gibt es auch Lob, doch dann kommt meist einer großes Aber.
Es sei ein Skandal, was im Ruhr-Nahverkehr angeboten werde, schreiben mehrere Leser. Gerd-W. Scholl aus Mülheim bringt es so auf den Punkt: „Was heute im VRR wirklich klappt, sind Verspätungen, schlechte Anschlüsse, ausgedünnte Fahrpläne. . . An Sonntagen ist man zu Fuß schneller am Ziel als mit öffentlichen Verkehrsmitteln.”
Diese Kritik ist so alt wie der VRR. Und genauso lange versuchen Verkehrsbetriebe und Politiker, die Fahrgäste mit Versprechen hinzuhalten.
Wochenlang unpünktlich
So fuhr die Bahn im Herbst 1998 wegen überraschenden Laubfalls wochenlang abseits aller Fahrpläne. Als das Chaos so groß geworden war, dass selbst Vertreter der Revierstädte – ein einmaliger Vorgang – wegen der Verspätungen protestierten, kündigte die Bahn eine „Pünktlichkeits-Offensive” an. Durch „70 Maßnahmen” sollten die Züge in Zukunft wieder nach Plan fahren. Was daraus wurde? Offenbar nichts. Denn zur Herbstlaubfall-Saison 2004 startete die Bahn eine „Herbst-Offensive”, um trotz der Natur-Attacken pünktlich zu sein. Seitdem spart sie sich teure Offensiven und fährt ohne Zusatzkosten für irgendwelche Aktionen oft unpünktlich. Nicht nur im Herbst.
Veränderte Ruhrgebietswelt
Wenn WAZ-Leser im Januar 2010 beklagen, dass die VRR-Strecken nicht der veränderten Ruhrgebietswelt mit neuen Wohn- und Industriegebieten angepasst worden seien, dann sei an den 15. August 1996 erinnert. Damals stellte der VRR sein mit viel Geld fabriziertes „Zielnetz 2015” vor. Danach sollten in nunmehr fünf Jahren statt neun gleich 17 S-Bahnen durch das VRR-Land rollen. Alte Bahntrassen sollten dafür wiederbelebt werden. Und die S-Bahn 1 sollte – wie auch schon 1980 angekündigt – im 10 Minuten-Takt rollen. Verwirklicht wird davon bis 2015 voraussichtlich nichts. Aber: Es gibt jetzt einen neuen Plan für 2030, in dem viele Strecken wieder belebt werden sollen.
Lästige Leuchtturmprojekte
Aber auch sonst wird der Zug der Zeit im VRR flankiert von Ankündigungen, Plänen, und Leuchtturm-Projekten, die sich meist aber nur als Nebelbomben entpuppen. Höhepunkt war zweifellos der von einigen Lesern noch jetzt kritisierte Metrorapid. Angekündigt von 2000 bis 2003 fuhr er keinen Millimeter, bremste aber viele damals schon sehr konkrete Ausbaupläne für den Ruhr-Nahverkehr bis heute aus. Der als Ersatz geplante Rhein-Ruhr-Express (Kanzler Schröder im Jahr 2004: „Wir wollen ihn. Wir schaffen es!”) sollte 2006 fahren. Vielleicht startet er ja 2020. Oder 2030. Das wäre doch eine schönes Geschenk zum 50. des VRR.
07:10
@Marcel31 Die erste deutsche Straba-Linie gab´s in Halle, gleich um die Ecke von Leipzig. Natürlich sind die Ostdeutschen dem VRR um Längen voraus.
Noch ein Beispiel: In Dresden gibt es Monatstickets ab Entwertung vom Automaten. Im Ruhrgebiet musst du erst zu einem der raren Schalter, wobei das Monatsticket nur personengebunden ist und für volle Kalendermonate gilt - überteuert sowieso.
12:37
Das beste Beispiel ist Duisburg, da fahren 2 Straßenbahnen und 1 U-Bahn. bei über 500.000 Einwohnern. Dafür 33 Buslinien auf kosten der Umwelt, wenn mal überlegt, das ein Bus 40 Liter Diesel pro 100km durchdonnert und die meisten lieber auf Taxi oder Auto umsteigen kommt die Stadt auf ein Niveau, was kaum noch zu unterbieten ist. Das ist das ostdeutsche Leipzig mit 14 Linien, um Lichtjahre vorrau und deutlich billiger.
19:42
Alles Unsinn... Wer sich richtig informiert, weiss auch Bescheid´. Aber nein, es wird lieber auf andere rumgehackt als mal eigene Fehler zuzugeben...
13:19
Den meisten Kommentaren zum VRR kann man nur beipflichten, Dass aber nach ca. 20 Jahren erneut S-Bahnen ohne Toiletten eingesetzt werden, ist nicht zu verstehen. Also werden wir wieder auf längeren Strecken das Problem haben, dass einige junge Männer ihre Notdurft in den offenen Türen an den Bahnsteigen verrichten werden, da die nächste Bahn erst Stunden später fährt. Dass aber im Bereich des VRR das Angebot gekürzt wird, ohne die möglichen Fahrgäste darüber zu informieren, z.B. in der Presse, finde ich das absolut letzte. Da werden von der EVAG aus zwei Linien praktisch eine gemacht (164 und 184), mit dem Unterschied dass zwar alle bisherigen Haltestellen beider Linien angefahren werden, die Fahrzeit sich dadurch auch noch deutlich verlängert. Nur die bisherigen Ausweichmöglichkeiten fallen leider hinfort. Darin sehe ich für die Fahrgäste keinen Vorteil.
09:17
#50 fragen Sie mal nach, ob Sie das Kerngebiet ihrer Monatskarte nicht in eine Bochumer stadtrandwabe verlegen können, ich weiß nur nicht ob sie dann in Herne noch überall hinkommen, aber nachfragen würde ich einfach mal, Ausgangsort des ticketsu nd wohnort müassen nicht gleich sein, können auch etwas auseinander liegen.
08:40
Nach der Fahrplanumstellung gestern habe ich jetzt wieder gute Chancen den Anschluss von der U-18 auf die 102 im Mülheimer Hbf NIE zu erreichen.
Offenbar bereitet es einem Fahrplanmacher köperliche Schmerzen, wenn der Anschluss in beiden Richtungen möglich ist. Bereits 2006 durfte ich diese Situation in umgekehrter Richtung 11 Monate lang genießen bis der Mist wieder abgeändert wurde.
Beschreibung des VRR:
Verspätungen, überaltertes Material, beschi..ene Fahrplangestaltung und kaputte Rolltreppen!
23:58
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23:54
mein kommentar wurde nicht gesendet ZENSUR??????????
23:53
wenn ich mir eine einzelfahrkarte der preißstufe A kaufe kann ich mir aussuchen
(von herne nach castrop-rauxel)
bochum mitte
bochum hiltrop
wanne-eickel
u.s.w.
zu fahren
habe ich aber eine monatskarte muß ich um nach diesen gebieten zu fahren eine monatskarte B haben es gilt also nur eine richtung
und das ist der scheiß vom hölkeskampring brauche ich preißstufe B um nach bochum mitte oder bochum bergen zugelangen beides nahe an herne hölkeskampring
WARUM GILDET EINE MONATSKARTE NICHT WI EIN EINZELFAHRSCHEIN
23:53
wenn ich mir eine einzelfahrkarte der preißstufe A kaufe kann ich mir aussuchen
(von herne nach castrop-rauxel)
bochum mitte
bochum hiltrop
wanne-eickel
u.s.w.
zu fahren
habe ich aber eine monatskarte muß ich um nach diesen gebieten zu fahren eine monatskarte B haben es gilt also nur eine richtung
und das ist der scheiß vom hölkeskampring brauche ich preißstufe B um nach bochum mitte oder bochum bergen zugelangen beides nahe an herne hölkeskampring
WARUM GILDET EINE MONATSKARTE NICHT WI EIN EINZELFAHRSCHEIN