Zollfahnder entdecken drei Tonnen Gras

Antwerpen/Essen..  Drei Tonnen Marihuana haben Zollfahnder aus Essen und die Hagener Staatsanwaltschaft im Hafen von Antwerpen abgefangen. Die in einem Container unter Palmkernschalen versteckten Drogen haben einen Straßenverkaufswert von 30 Millionen Euro. Die Fahnder entnahmen die Drogen und ließen den Container weiterreisen. Als er in Kalkar ausgeliefert werden sollte, schlugen sie zu.

Ein 49-Jähriger vom Niederrhein und ein 51 Jahre alter Sauerländer befinden sich jetzt in U-Haft, ebenso zwei Niederländer aus dem Grenzgebiet (46 und 66). „Der Logistikarm der Bande wurde zerschlagen“, sagte Ruth Haliti von der Zollfahndung. Gegen weitere Personen werde ermittelt.

In Wohnungen der Bande fanden die Essener Fahnder sechsstellige Barbeträge und hohe Sachwerte. Die drei Tonnen Marihuana, die die Bande Anfang Dezember über Antwerpen nach Europa bringen wollte, stammen aus Ghana. Sie waren vakuumverschweißt verstaut in 450 Säcken mit losen Palmkernschalen, wie sie als Biomasse zum Heizen verwendet werden. Die Bande soll für ihre illegalen Geschäfte legale Handelsfirmen genutzt oder Tarnfirmen genutzt haben, die den Einfuhren aus aller Welt – zum Beispiel Grundstoffe für Ecstasy — einen legalen Anstrich verleihen sollten.