Wird Essen „Grüne Hauptstadt“?

Essen/Bristol..  Heute entscheidet sich, ob Essen den Titel „Grüne Hauptstadt Europas“ für 2017 gewinnt. Im Finale des gleichnamigen Wettbewerbs trat die Essener Delegation um Oberbürgermeister Reinhard Paß und Umweltdezernentin Simone Raskob gestern im englischen Bristol an.

Die Konkurrenz ist groß, aber keineswegs unschlagbar: ‘s-Hertogenbosch (Niederlande) ist Neuling in der Runde, Umeå (Schweden) und Nijmegen (Niederlande) standen schon letztes Jahr mit Essen im Finale. Städte, die erneut antreten, haben aus Erfahrung bessere Sieg-Chancen. Alle drei Konkurrenten sind bei der Vorab-Bewertung der Technischen Jury aus der Europäischen Union hinter Essen gelandet.

Die Strategie: Als ehemalige Stadt von Kohle und Stahl präsentiert sich Essen als Blaupause für andere Städte und Regionen im Wandel. Der Umbau des Emschersystems ist nur ein Beispiel, das Projekt „Neue Wege zum Wasser“ ein weiteres. Und dass sich auf ehemaligen Bahntrassen gut radeln lässt, mag für Auswärtige ein Geheimtipp sein. Zwischen Emscher und Ruhr ist es Alltag. Auch Pfingststurm Ela wird ins Spiel gebracht. Dass Bürger sich unter „Essen packt an“ im Internet organisierten, um zu helfen – das schaffte Eindruck bei der Jury.