Wie ein Stasi-Spion Krupp in Essen ausspionierte

Die DDR hatte hunderte Agenten in NRW. vor allem im Ruhrgebiet suchten sie nach Wissen für die Ostindustrie. Einer der wichtigsten Spione arbeitete bei Krupp.
Die DDR hatte hunderte Agenten in NRW. vor allem im Ruhrgebiet suchten sie nach Wissen für die Ostindustrie. Einer der wichtigsten Spione arbeitete bei Krupp.
Was wir bereits wissen
Zwei Jahrzehnte lang arbeite Artur K. für die Stasi. Sein Deckname: IM Baron. Unter anderem spionierte er Industrie-Geheimnisse bei Krupp in Essen aus. Hier war er als Abteilungsleiter beschäftigt. Erst nach dem Mauerfall flog er auf. Die Geschichte eines Spions.

Essen.. Stasi-Major Gerhard Idaszek ging aufs Ganze. Wenige Tage nach dem Mauerfall, im Dezember 1989, drängte er seinen wichtigsten Spion zu einem Treffen in Leipzig. Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) war gerade in das „Amt für nationale Sicherheit (AfNS)“ umgewandelt worden. Doch außer einem neuen Namen hatte sich wenig geändert. Personen und Methoden blieben die gleichen.

Major Idaszek notierte sein Ziel: „In der kritischen Zeit“ müsse darauf geachtet werden, dass „keine Risse auftreten”. Spion Artur K. soll weiter Konzerne aushorchen und Infos beschaffen zu Stahlbeschichtungen, Werkstoffen und sonstigem Hightech „Made in Ruhrgebiet“. Major Idaszek wollte nahtlos weiter spionieren und zusammen mit seinem Vorgesetzten, dem Leiter der Stasi in Leipzig, Oberst Claus Brüning alias „Hörnig“, geklautes Wissen an den KGB verkaufen.

Fast alle Unterlagen wurden vernichtet

Erst heute, nach über 20 Jahren, erlauben die Stasi-Akten des Inoffiziellen Mitarbeiters (IM) „Baron“ einen Blick in die Welt der deutsch-deutschen Industriespionage. Fast alle Unterlagen zu den Westspionen ließ die Stasi in den letzten Tagen ihrer Herrschaft vernichten. Nur wenige Papiere, wie die des IM „Baron“, überdauerten die Vernichtungsaktionen.

Den Unterlagen zufolge beginnt die Geschichte des IM „Baron” in den 50er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts, in einem ostdeutschen Segelflugverein. Seine Karriere spiegelt bis zu ihrem Ende eine vorbildliche Laufbahn als Agent. An seinem Beispiel lässt sich nachzeichnen, wie tausende unauffällige Menschen im Auftrag der Stasi die BRD ausspähten, die nicht zum Kreis der Top-Spione wie Günther Guillaume gehörten. Es ist das Bild eines Industriespions, der im Ruhrgebiet alles daran setzte, dem Unrechtsstaat DDR zu nutzen.

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Mit Anfang 20 arbeitet der Student Artur K. ehrenamtlich als Segelfluglehrer bei der „Gesellschaft für Sport und Technik“ (GST) in Chemnitz, damals Karl-Marx-Stadt. Die GST ist ein Verein, der offiziell Jugendliche unterstützen sollte. Der eigentliche Zweck des Vereins war aber die vormilitärische Ausbildung der Jugend. 1957 lernt Artur K. dort Horst Meyer kennen. Meyer ist damals nicht nur Segelfluglehrer bei der GST sondern auch Leutnant beim Ministerium für Staatssicherheit. Sofort erkennt er K.s Potenzial: jung, intelligent, ungebunden, angeblich ein überzeugter Kommunist, zumindest aber SED-Mitglied. Artur K. erinnert sich: „So konnte ich trotz Verwandtschaft im Westen auf die Oberschule und später studieren.“

Als sich das Jahr 1957 dem Ende neigt, beginnt die Anwerbung: „Baron” bereitet seine Übersiedlung in den Westen vor. Er besucht einen Bekannten in Speyer, eine Verwandte in Westfalen. Besonders beeindruckt ist die Stasi von K.s Standhaftigkeit. Als SED-Mitglied ist er ein Außenseiter. Aber dennoch hat er es in Diskussionen verstanden, „konsequent die Parteilinie durchzusetzen”, heißt es in einer Einschätzung der Stasi-Werber. Nach Plan der Stasi soll „Baron” an der Uni in Heidelberg studieren und dann Karriere machen. Möglichst in einer Kernforschungsanlage, am besten bei der europäischen Atomagentur Euratom.

Doch bevor er dort zum Agenten werden kann, muss er noch durchleuchtet werden. Die Stasi befragt Nachbarn: „Sein Leumund ist überall gut.” Sein Verhalten an der Uni wird beobachtet: „Der Kandidat ist sehr intelligent und wissenschaftlich hochbegabt.” Bei Bekannten notieren die Spitzel: „In charakterlicher Hinsicht wird er als ernsthafter Mensch eingeschätzt.” Und auch das Liebesleben des jungen Mannes wird geprüft: „Frauen gegenüber ist er sehr schüchtern.”

Im März 1958 wurde Artur K. zum IM "Baron" der Stasi

Ende Januar 1958 wird K. das erste Mal offiziell von Leutnant Meyer angesprochen. Keine zwei Monate später erfolgt die offizielle Werbung auf „politisch-ideologischer Basis”. Damit gehörte er zur Mehrheit der IM. Nach Untersuchungen des Stasi-Forschers Helmut Müller-Enbergs schauten nur 40 Prozent der Agenten vor allem auf Geld, um zu spitzeln.

Am 20.3.1958 wird der Genosse Artur K. zum IM „Baron”. Doch bevor er jetzt im Westen studieren darf, muss „Baron” das Verraten üben: Mal soll er den Aufenthaltsort eines Studienfreundes herausfinden, der aus der DDR in den Westen geflohen ist, mal DDR-kritische Kommilitonen und Professoren verpfeifen. Alle Aufgaben meistert „Baron“ mit Bravour.

Nicht nur in der Praxis, sondern auch in der Theorie wird er von den Stasi-Männern geschult. In seinem Ausbildungsplan vor der Übersiedlung nach Heidelberg finden sich die Fächer: „Regeln der Konspiration in der Nachrichtenarbeit”, „Verhalten bei Befragung und Vernehmung vor Gericht” oder „Aufklärung von Personen”. Der Agentenlohn liegt Ende 1959 bei 70 Mark West pro Tag. Zum Vergleich: Damals bekam ein Arbeiter im Ruhrgebiet etwa 2,65 Mark pro Stunde.

Mehrere Agenten wurden verhaftet

Leider ist IM „Baron” im Westen später kein Musterschüler. In Heidelberg schreibt er sich zwar wie von der Stasi gewünscht am Physikalischen Institut ein und forscht später am Kernforschungsreaktor in Karlsruhe. Doch mit seinen anfänglichen Leistungen ist die Stasi nicht zufrieden. „Er stellte zu sehr sein berufliches Ziel in den Vordergrund und sah von selbst keine Möglichkeiten der Beschaffung von Informationen.”

Und dann kriegt der Neuspion auch noch Angst: Am Pfingstsonntag 1960 trifft ein Stasi-Führungsoffizier einem verängstigten IM „Baron“. Der angehende Spion hatte in Zeitungen gelesen, dass ein paar Agenten verhaftet worden waren. Seit Wochen hatte der IM deswegen auf Fragen nicht geantwortet. Nun aber wird „Baron“ wieder eingenordet. Von mittags bis abends um sieben sitzt der Offizier in der konspirativen Wohnung „Traube” in Ostberlin und redet auf „Baron“ ein. „Nach diesem Treff ist einzuschätzen, dass durch die Unterhaltung mit dem GM im wesentlichen diese Angst genommen wurde”, notiert der Offizier später ganz im Stasi-Sprech. Immerhin, ideologisch ist „Baron“ auf Linie: „Es konnten keine Anzeichen der Beeinflussung durch die westdeutsche Propaganda festgestellt werden.” Damit das auch so bleibt, steckt ihm der Stasi-Offizier 1000 Mark zu, versteckt in einem Likörtablett.

In den nächsten Jahren stürzt sich „Baron” ins Studium, erhält sein Di­plom, arbeitet an seiner Promotion. 1968 kommt „Baron“ dann zu Krupp nach Essen. Die nächsten 20 Jahre wird „Baron“ Woche für Woche alle verfügbaren Geheimnisse an die Stasi verraten. Zwischen 1969 und 1989 sind das weit über 700 Informationen. Die Materialien waren für die DDR nützlich. In ihrer internen Datenbank „Sira“ bewertete die Stasi fast alles was von IM „Baron” eintraf durchweg mit der Note „wertvoll“.

Besonders interessant werden die Infos im Bereich Rüstungsindustrie und Atomkraft. So liefert „Baron” im Frühjahr 1988 eine zwölfseitige Projektanalyse „zu aktivitaeten der brd auf dem gebiet der ruestungskooperation”. Herkunft der Informationen: Verteidigungsministerium, Bundesverband der deutschen Industrie, Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung, die Nato. Der Bericht ging an verschiedene Abteilungen innerhalb der HV A und an den großen Bruder in Moskau, den Geheimdienst KGB.

Die Stasi lobt die Berichte ihres NRW-Spitzels

Eine Analyse „zur Alterung und Lebensdauer von Kernkraftwerken” liefert „Baron” ein Jahr später, zusammengesetzt aus Material der französischen und amerikanischen Atomaufsicht und des amerikanischen Kernkraftwerkbauers Westinghouse. Auch hier stand der KGB wieder mit auf der Empfängerliste.

Die langen Finger des „Barons” reichen weit über Krupp hinaus: Er beschafft Informationen zur Lasertechnik, zur Metallurgie und zur Plasmaforschung aus dem Westdeutschen Forschungsministerium, vom Max-Planck-Institut in Düsseldorf oder der Fraunhofer Gesellschaft. Auch Ergebnisse aus der Beschichtungsforschung schöpft er für die Stasi ab.

Viele Spitzelberichte bekommen die Bestnote: „Thema ist von volkswirtschaftlicher Bedeutung, Material erweitert den Erkenntnisstand”. Die Infos gehen meist direkt weiter an die ostdeutschen Betriebe, Ministerien oder Universitäten. Eine „Firmenanalyse” über die verschiedenen Firmen im Krupp-Imperium vom September 1988 beispielsweise wird an insgesamt 15 Empfänger geschickt, darunter verschiedenen Ministeriumsabteilungen und das „Werkzeugmaschinenkombinat ,Fritz Hec­kert’”.

Manchmal werden Betriebszeitungen zu Top-Material

Manche Informationen sind bares Geld wert. Zum Beispiel aus der jungen Beschichtungsforschung. Krupp zählt hier zu den führenden Unternehmen. Dabei werden Metallwerkzeuge mit Titan überzogen und so haltbarer und zuverlässiger. Diese Titan-Werkzeuge werden im Autobau, aber auch für den Bau von Panzern eingesetzt. Sie sind präziser und zuverlässiger als die damals üblichen Werkzeuge. Der Ostblock konnte mit den Werkzeug-Forschungen nicht mithalten, er war auf Tipps seiner Spione angewiesen, um nicht noch weiter in der Technologie zurückzufallen.

Doch nicht alles Material ist so gut. Manchmal überreicht der Spion auch nur Betriebszeitungen. Und die Führungsoffiziere im Osten bewerten die Papiere als Top-Material, um den Kontakt zu halten.

Nicht immer ging es der Stasi um Forschung. In den politisch aufgeheizten Zeiten Ende der 60er-Jahre sollte „Baron“ Kollegen aushorchen, was diese von der DDR halten, wie sie zum Umsturz, zur Revolution und zur DKP stehen. „Baron“ sollte nachsehen, ob die Kruppianer auf Distanz zur DDR gingen. Und ob es Truppenbewegungen im Ruhrgebiet gibt. Anweisungen hysterischer, kalter Krieger, denen „Baron“ nicht gefolgt ist.

Nicht einmal seine Ehefrau hat der Spion eingeweiht

Mittlerweile hat IM „Baron“ auch einen falschen Pass aus der Schweiz, um unerkannt reisen zu können. Regelmäßig treffen sich Stasi-Agent und Verbindungsoffizier, um Informationen auszutauschen. Für diese Treffen haben die Stasi-Männer genaue Abläufe festgesetzt. Ein Beispiel vom Kennedyplatz in Essen: „Jeden ersten Sonnabend im Monat, 12.00 Uhr.” Damit die Agenten den Spion erkennen, gilt bei allen Treffs die gleiche Parole. „Instrukteur: Fragt nach dem Café ,Wien’. Antwort: Ist ihm nicht bekannt, er kennt nur Restaurant ,Wiener Wald‘. Er erklärt sich bereit, den Instrukteur hinzuführen.” Sollte ein Treffen aber zu brenzlig sein, soll es Warnzeichen geben: „Trägt der IM eine Kollegtasche unter dem Arm (ohne diese an den Griffen zu fassen), darf er nicht angesprochen werden.”

Nicht einmal die Frau von IM „Baron“ weiß von dessen Stasi-Job. Heute sagt Artur K., er habe diese Arbeit ausgeblendet, weil sie ihm nicht geheuer war. Damit nicht immer persönliche Treffen nötig sind, werden „tote Briefkästen” (Stasi-Kürzel: „Tbk“) verabredet, um Infos zu übergeben. Dem IM „Baron” werden mindestens zwei solcher Systeme zugewiesen: einmal den Tbk „Bank” in Mülheim, eine Parkbank an der Ecke Kaiserstraße/Althofstraße, deren rechter Zementfuß ausgehöhlt ist. Damit die Stasi weiß, wann sie den „Briefkasten” leeren kann, muss an der „Zeichenstelle A” ein „Belegungszeichen” angebracht werden. Heißt: Baron drückt eine Reißzwecke in einen Ahornbaum.

Unter einer Fußgängerbrücke in Essen übergibt der Spion seine Berichte

Einen zweiten Briefkasten gibt es in Essen, in einem kleinen Waldstück in der Nähe des Südfriedhofs. Dort soll der Industriespion „Baron” Material unter einer kleinen Fußgängerbrücke deponieren. Die Pläne für solche Übergaben hat „Barons” Verbindungsmann haargenau notiert. Wegbeschreibungen, genaue Angaben über Kennzeichen, alles hat der emsige Stasi-Mann aus Leipzig aufgeschrieben. Und damit es ja keine Missverständnisse gibt, wurde jeder Standort aus unterschiedlichen Perspektiven fotografiert und in der Akte festgehalten.

Als Dank für die Spitzelei ließ sich die Stasi nicht lumpen. Bei so gut wie jedem Treffen bekommt „Baron“ Bargeld in die Hand gedrückt. Die Quittungen für die schwarz verdienten „operativen Zuwendungen“ heftete Major Idaszek ordentlich in der IM-Akte ab. Mal erhielt „Baron“ 1000 D-Mark in bar, mal 2000. Außerdem kassierte „Baron“ noch ein Agenten-Salär auf ein Ostkonto: Ab 1960 waren das monatlich 600 Ost-Mark, das Gehalt stieg kontinuierlich bis auf 2000 Ost-Mark im Jahr 1977 – danach fehlen die Aufzeichnungen. Für die Rente richtete die Stasi ein Inhabersparkonto für „Baron“ ein, auf das monatlich 100 Ost-Mark eingezahlt wurden. Das Spionieren sollte sich auch lohnen.

Dazu gab es Blech: Zum 16. Jahrestag der DDR erhält „Baron“ die „Medaille für treue Dienste in Bronze“. Drei Jahre später kriegt er den Orden in Silber, 1972 folgt die „Verdienstmedaille der NVA in Bronze“ Begründung: „Der IM hat im Operationsgebiet unter schwierigen Bedingungen mehrfach seine Treue, Zuverlässigkeit und Mut bewiesen.“

Kein Denken mehr an ein Aussteigen

An ein Aussteigen war nicht mehr zu denken. Zweimal unternahm IM „Baron“ vorsichtige Versuche, den Klauen der Stasi zu entkommen. Es gelang nicht. Er wurde erpresst. Seinen Verwandten in Ostdeutschland werde es schlecht ergehen, wenn er aussteige und sich dem Verfassungsschutz im Westen offenbare, erinnert sich Artur K. Für die Sicherheit seiner Frau könne dann auch nicht mehr garantiert werden. „Ich sah keinen Weg, auszusteigen“, sagt Artur K. „Sie hatten mich im Griff.“ IM „Baron“ war mittlerweile Abteilungsleiter bei Krupp.

Ein erpressbarer Spion in führender Position eines Weltkonzerns. Den Mann könne man zu Geld machen, dachten sich wohl Stasi-Major Idaszek und sein Führer Oberst Brüning im Dezember 1989. Idaszek redete davon weiterzumachen und Industrie-Interna an die Russen zu verkaufen. Deshalb kam er auf IM „Baron“ zu. Er versicherte Artur K., alle Personalakten würden vernichtet, „Baron“ könne nicht enttarnt werden. Der KGB sei jedoch scharf auf das Krupp-Wissen, sagte der Major. Zusammen mit Oberst Brüning werde er daher versuchen, das gesamte Spionage-Netz zu retten. Und Artur K. müsse dabei sein.

Artur K. glaubte nicht mehr an die Weltrevolution

Doch dazu kam es nicht. IM „Baron“ verweigerte den Dienst. An die Idee von der Weltrevolution glaubte er schon längst nicht mehr. Als dann auch noch die Mauer weg war, gab es keinen Grund mehr, auf die Stasi zu hören. „Ich war bereit, bei einer möglichen Enttarnung meine Strafe zu tragen“, erinnert sich Artur K. Er habe sich nicht mehr erpressen lassen wollen. Er wollte Schluss machen.

Artur K. ist ein schlanker, freundlicher Rentner, der gerne Fahrrad fährt. Er hat weiße Haare und ein leichtes Lächeln. Seine Augen sind hell. Er trägt eine modische Trekkingjacke und darunter einen roten Pullover. Nichts an ihm erinnert an einen Spion, der zwei Jahrzehnte lang für die Stasi und den Ostblock die Ruhrindustrie ausspähte.

1993 wird der Spion vom BKA verhaftet

Die Geschichte endet 1993. IM „Baron“ wurde am Arbeitsplatz bei Krupp vom Bundeskriminalamt verhaftet und vom Oberlandesgericht Düsseldorf wegen Spionage zu 18 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. In einer Nebenstelle der Stasi waren seine Akten doch noch aufgetaucht. Den Stasi-Sold von rund 20 000 Euro musste er zurückzahlen. Das Ostkonto wurde aufgelöst. Das Schwerste war es, die Familie zu informieren, seine Schwiegereltern, seine Geschwister, seine Frau, sagt Ex-Spion Artur K heute. Er habe sich geschämt. Doch die Familie habe zu ihm gehalten.

Sein Mann im Osten, der Stasi-Major Idaszek, will nicht über die Vergangenheit reden. Darauf habe er keine Lust, sagte er auf Anfrage. Krupp äußerte sich nicht zu dem Spion in den eigenen Reihen.

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