Verkehrsbetriebe prüfen Zusammenarbeit

Bochum..  Eine Fusion oder eine enge Kooperation mit der Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr (VER) prüft die Bogestra. Die kommunalen Verkehrsunternehmen haben eine gemeinsame Absichtserklärung unterschrieben und prüfen in den nächsten drei Monaten, ob und in welcher Form sie mittelfristig zusammengehen könnten.

Erst danach geben sie eine Empfehlung an die Politik ab. Eine endgültige Entscheidung muss diese spätestens Ende 2016 treffen. Die Bogestra wickelt schon jetzt 34 Prozent des öffentlichen Nahverkehrs im Wirkungsbereich der VER ab.

Die wirtschaftlich unter Druck stehende Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr (VER) soll, so hat der EN-Kreistag bereits entschieden, als kommunales Unternehmen wirtschaftlicher als bislang agieren. Vom Zusammenschluss oder einer Kooperation mit der Bogestra erhofft sich der VER Synergieeffekte und damit Einsparungen.

Auch die Bogestra ist offenbar nicht abgeneigt. Sie stellt in Philipp Welsch den Leiter des gemeinsamen Prüfungsprojekts und sagt, aus ihrer Sicht sei eine engere Verflechtung möglich, zumal sie bereits einen Betrieb in Witten unterhält.

Eine der Bedingungen: Bochum und Gelsenkirchen dürfen nicht mehr belastet werden als jetzt bereits. 2013 benötigte die Bogestra einen Zuschuss von 59,5 Millionen Euro, von denen 34 Millionen Bochum leistete.

Die Entscheidung treffen letztlich Städte und Kreise als Gesellschafter der Unternehmen. Bei der Bogestra hält Bochum 50,01 Prozent der Stimmrechte, Gelsenkirchen 49,99 Prozent. Beim VER mischen der Ennepe-Ruhr-Kreis (51 Prozent), sowie die Städte Ennepetal (13), Gevelsberg (13), Schwelm (9), Sprockhövel (7) und Wetter (7) mit.