Tritt sollte Freundin auf A 40 befördern

Duisburg..  Ein wahres Martyrium musste eine 22-jährige Frau in der Nacht zum 11. Dezember 2013 erleiden. Immer wieder soll ihr damaliger Freund sie in seiner Wohnung in Rheinhausen geschlagen und dann ins Auto gezerrt haben. Auch während der ziellosen Fahrt über die A 40 soll es Schläge gegeben haben, bevor der Mann versuchte, die junge Frau aus dem Auto zu treten. Wegen mehrfacher Körperverletzung, Nötigung und Freiheitsberaubung verurteilte ihn das Duisburger Amtsgericht gestern zu 18 Monaten mit Bewährung und 1500 Euro Geldbuße.

Die Anklage las sich wie ein Thriller. In dem über die Autobahn rauschenden Wagen soll der Angeklagte (34) seine Freundin mit einer Taschenlampe geschlagen haben. Dann klemmte er eine Plastikflasche so in die Beifahrertür, dass die sich nicht mehr schließen ließ, verbot seinem Opfer, den Gurt anzulegen, schaltete den Tempomat ein und beschleunigte auf 100 Stundenkilometer. Doch seine Versuche, die Frau aus dem Auto zu treten, scheiterten.

Der 34-Jährige bestritt die Vorwürfe, sie seien erfunden. Eine Gerichtsmedizinerin hielt jedoch die Aussage der Frau aufgrund der auf Fotos dokumentierten Prellungen für authentisch. Das Schöffengericht folgte dem Strafantrag der Staatsanwaltschaft.