„Topsecret“: Museum ist insolvent

Oberhausen..  Das Spionage-Museum „Top Secret“ in Oberhausen hat einen vorläufigen Insolvenzantrag beim Amtsgericht in Duisburg gestellt. Der Grund: Die Miete für die Räume, in denen die Ausstellung untergebracht ist, sei zu hoch, um das Museum wirtschaftlich zu betreiben. Geschäftsführer Ingo Mersmann spricht von einem monatlichen Defizit von 15 000 Euro. Er ist allerdings zuversichtlich, dass das Museum „Top Secret“ weiterhin geöffnet bleibt.

In finanzielle Schieflage geriet schon der vorherige Betreiber „Mehr! Entertainment“ 2013. Ingo Mersmann übernahm am 1. Januar 2014 den Betrieb und damit auch die alten Verträge. Dazu gehört unter anderem der Mietvertrag. Jetzt zeigte sich, dass die Übernahme dazu geführt hätte, dass die Ausstellung auf Dauer keinen Bestand gehabt hätte, so Ingo Mersmann. Deswegen stellte er zeitnah den Insolvenzantrag. Zum 1. Mai wird Mersmann eine neue Gesellschaft gründen, die den Betrieb nahtlos fortsetzen soll. Parallel laufen Gespräche mit dem Vermieter.

Die Besucherzahlen sind indes seit dem Betreiberwechsel kontinuierlich gestiegen. 2013 waren es 32 000, vergangenes Jahr 48 000, und 2015 erwartet das Museum 60 000 Besucher.