Streit um Mülheims Nahverkehr

Mülheim..  Angesichts neuer Sparbeschlüsse für den Nahverkehr droht der Geschäftsführer der Mülheimer Verkehrsgesellschaft (MVG) mit der Stilllegung von Bahnstrecken. Ohne Investitionen in 2015 sei die Sicherheit auf einigen Strecken nicht mehr zu gewährleisten, so Klaus-Peter Wandelenus.

Mülheims SPD und CDU hatten in ihrer Absprache zum Haushalt 2015 erneut millionenschwere Sparziele für die MVG festgeschrieben. Wandelenus kritisiert, dass diese Zahlen ohne Rückkopplung mit dem Betrieb in den Etatbeschluss eingeflossen seien. „Mit mir hat niemand gesprochen. Auch hat hier keiner Zahlen abgefragt.“

Im Februar muss die MVG einen dritten Anlauf nehmen, um ihren Investitionsplan für 2015 durchzubekommen. Ohne Berücksichtigung von Fördermitteln sind Investitionen von 41,8 Millionen Euro geplant. Viele der Vorhaben seien sicherheitsrelevant, so Wandelenus zu den Vorhaben im Bahnverkehr. Die MVG müsse investieren, um Strecken entgegen der Betriebspflichten nicht stilllegen zu müssen. Die fortwährende Mülheimer Debatte, Bahnen durch Busse zu ersetzen, hält er für widersinnig: „Wir sind doch nicht Kleinkleckersdorf!“ Eine Stadt wie Mülheim sei neben dem Bus- auch auf Schienenverkehr angewiesen.