Randalierer von Renesse sind Schalker Ultras

Gelsenkirchen/Renesse..  Die elf Randalierer, die nach einer Massenschlägerei im niederländischen Renesse in U-Haft sitzen (vier wurden im Laufe des Tages entlassen), gehören nach Angaben der Gelsenkirchener Polizei zur Schalker Fußball-Ultra-Szene. Anlass der Krawalle soll laut Bild.de auch nicht ein Junggesellenabschied gewesen sein, sondern eine „Abschiedsfeier“ für den Kopf der Ultra-Gruppe „Hugos“.

Der 24 Jahre alte Student aus Gelsenkirchen muss für eineinhalb Jahre ins Gefängnis, weil er 2012 im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt Bengalos in der Arena gezündet hatte. Die Sprecherin der zuständigen Staatsanwaltschaft in Breda konnte allerdings nicht sagen, ob es sich bei der Feier nun um eine Junggesellen- oder eine Abschiedsfeier handelte.

Die 78 Teilnehmer der Fahrt hatten sich offenbar wegen einer Kiste Bier vergangene Woche Sonntag im Zentrum Renesses mit einer anderen Gruppe angelegt. Danach eskalierte die Situation und als die Polizei einschritt, richtete sich die Gewalt gegen die Beamten. Sechs Polizisten wurden verletzt, zwei sogar schwer.

Darum drohen ihnen bei einer Verurteilung lange Haftstrafen. Polizisten genießen in den Niederlanden besonderen Schutz, das Strafmaß für Körperverletzung – maximal viereinhalb Jahre – kann sich dann verdreifachen.