„Putzen für Freibier“ hat Erfolg

Essen..  „Pick up“ ist in der Erfolgsspur: Mehrere Kommunen haben bereits reges Interesse an dem bundesweit einzigartigen Beschäftigungsprojekt nach Amsterdamer Vorbild für suchtkranke Menschen in Essen gezeigt. Nach einem halben Jahr hat der als „Putzen für Freibier“ bekannt gewordene und heiß diskutierte Modellversuch für mehr Sicherheit und Sauberkeit in der Innenstadt bemerkenswerte Erfolge vorzulegen.

Ein Teilnehmer hat tatsächlich den Weg von der Straße in eine eigene Wohnung gefunden. Zwei weitere haben gute Aussichten, es ihm gleichzutun.

Ganz nüchtern betrachtet ist „Pick up“ eine saubere Sache – nicht nur für die Teilnehmer, sondern auch für die Essener Bürger und die Besucher der Stadt. Auf 250 Reinigungsgängen haben die zehn Teilnehmer Müll in einer Menge von der Straße geholt, der insgesamt 45 große Container der Entsorgungsbetriebe füllte.

Eine große Leistung für Menschen, die im Schnitt seit über 20 Jahren von illegalen Drogen abhängig sind. Wie die Teilnehmer zu Protokoll gaben, habe ihr Dasein wieder einen Sinn, sie trinken weniger und denken darüber nach, wie sie ihr Leben verändern können.