Polizeieinsatz in Nordkurve war rechtens

Gelsenkirchen..  Nach dem harten Polizeieinsatz beim Champions-League-Spiel zwischen Schalke 04 und PAOK Saloniki im August 2013 hat die Staatsanwaltschaft Essen nun das Ermittlungsverfahren eingestellt. Einem Polizeiführer und weiteren Polizisten war Körperverletzung im Amt vorgeworfen worden. Eine Hundertschaft hatte versucht, in der Schalker Nordkurve eine provozierende Zaunfahne sicherzustellen, den „Stern von Vergina“.

Dabei wurden Zuschauer, Ordner und Sanitäter verletzt. „Die meisten davon durch Reizgas“, so Staatsanwalt Rainer Kock. 44 Strafanzeigen lagen vor. Nach ihren Ermittlungen vertritt die Staatsanwaltschaft nun die Auffassung, dass die Anordnung des Polizeiführers, in den Block zu gehen, und auch die Art der Ausführung durch die Einsatzkräfte strafrechtlich nicht zu beanstanden seien. Gleiches gelte für die Entscheidung, die Fahne entfernen zu lassen. Kock: „Wäre es im Stadion zu Ausschreitungen zwischen beiden Fangruppen gekommen, hätte die Lage völlig außer Kontrolle geraten können.“ Die Situation im Block eskalierte demnach, weil Schalker den Einsatzkräften den Zugang verwehrt haben sollen. Sie hätten Polizisten bespuckt, beleidigt, beworfen und mit Fahnenstangen angegriffen.

Die Gelsenkirchener Ultras, eine Fangruppe, haben angekündigt, Rechtsmittel einzulegen.