Niebaum kann auf Bewährung hoffen

Dortmund..  Der ehemalige Präsident von Borussia Dortmund, Gerd Niebaum, hat die Chance, bei einem „umfassenden Geständnis“ nicht ins Gefängnis gehen zu müssen. Das stellte ihm die Dortmunder Wirtschaftsstrafkammer in Aussicht, vor der er sich wegen Kreditbetrugs verantworten muss.

Richterin Susanne Rauhaus fasste so das Ergebnis eines „informellen Treffens“ der Juristen zusammen. Sie betonte, dass es sich um keine verbindliche Zusage handele. Die Verteidiger deuteten aber an, dass Niebaum den Anklagevorwürfen nicht entgegentreten werde. Dazu kam es aber entgegen der Planung am Freitag nicht, weil persönliche Gründe in ihren Familien die Verteidiger an der Vorbereitung hinderten. Vorgesehen ist jetzt der kommende Freitag, an dem Niebaum sich zu den schwerwiegendsten Delikten der Anklage äußern soll. Dabei geht es unter anderem um die rund 460 000 Euro, die er aus dem von ihm verwalteten Nachlass einer Frau in seine eigene Tasche geleitet haben soll.

Aktuell habe er keine Einkünfte, kein eigenes Vermögen, teilte Niebaum am Freitag dem Gericht mit. Wovon er lebt, teilte er der Kammer auch mit: von Zuwendungen seiner Familie.