Morgendlicher Schnee sorgt für Staus auf den Autobahnen

Essen..  Morgens kurz vor fünf begann es, und der Schnee rieselte mancherorts stundenlang. Im Essener Süden verspäteten sich die Schulbusse, fiel die Müllabfuhr aus. Landesweit mühten sich die Pendler, ihren Arbeitsplatz pünktlich zu erreichen. Bei mehreren hundert Kilometern Stau im Berufsverkehr brauchte manch einer zwei- bis dreimal so lange wie üblich. Vor allem im Bergischen Land, im Sauer- und Siegerland und auf der A 3 Richtung Köln. Diese Woche startete schneeweiß.

„Bei den ersten Schneefällen müssen sich die Autofahrer immer erst an die Situation gewöhnen. Und manchem fällt erst dann auf, dass er noch mit Sommerreifen fährt“, sagt Jan Schabacker von der Landesleitstelle der Polizei Duisburg. Auf den Autobahnen – vor allem auf jenen Richtung Köln – bedeutete das: bis zu 40 Kilometer Stau und stockender Verkehr. Auf der A 4 bei Engelskirchen blockierten noch kurz nach Mittag querstehende Lastwagen die Fahrbahn. Am Düsseldorfer Flughafen fielen 18 Starts und Landungen aus, die meisten anderen Flüge verspäteten sich. In Bad Berleburg verunglückte ein 18-jähriger Autofahrer tödlich, als er auf Schneematsch ins Rutschen geriet und gegen ein entgegenkommendes Auto prallte.

In den südlicheren Regionen des Landes hatten die Autobahnmeistereien ihre Räumfahrzeuge schon am Vorabend auf die Straßen geschickt. Sie blieben die ganze Nacht über im Einsatz. Ab zwei Zentimetern weißer Schicht wird üblicherweise geräumt, wird der Matsch zumindest mit Hilfe von Salz räumfähig gehalten. „Unsere Autobahnen sind massiv ausgelastet, schon die kleinsten Störungen lassen den Verkehr zusammenbrechen. Wenn dann noch Schnee dazukommt . . .“, sagt Ludwig Niebrügge, Winterdienstkoordinator von Straßen.NRW.

Weitere Schneeschauer drohen

Und Schnee kommt dazu. Auch am heutigen Dienstag, auch am Mittwoch noch. „Denn über Nordeuropa liegt ein riesiges Tiefdruckgebiet, das in den nächsten Tagen weitere Schneeschauer bringen wird. Am Donnerstag bleibt es in Nordrhein-Westfalen den ganzen Tag über frostig“, erklärt Magdalena Bertelmann vom Deutschen Wetterdienst. Erst Donnerstag und Freitag setze sich die Sonne häufiger durch.