Morddrohungen beim LKA?

Düsseldorf..  Ein 53-jähriger Angestellter des Landeskriminalamtes soll einen Vorgesetzten mit dem Tode bedroht haben. Er selbst streitet dies ab und wittert eine Intrige. Gegen die fristlose Kündigung auf Verdacht hat er Klage beim Arbeitsgericht eingereicht.

Aussage gegen Aussage

„Ich stech’ dich ab“ – mit diesen Worten soll der 53-Jährige den Verwaltungsleiter am Abend des 19. Dezember am Telefon bedroht haben. Auch seinen Namen soll er genannt haben. Das zumindest behauptet der angeblich betroffene LKA-Mitarbeiter, der den Beschuldigten zudem an der Stimme erkannt haben will.

Nach Angaben des 53-Jährigen stand die Polizei noch am gleichen Abend vor seiner Tür. Drei Tage später erteilte ihm die Behörde Hausverbot. Die Kündigung folgte vor zwei Wochen.

Der Angestellte, der seit 17 Jahren beim LKA arbeitet, sagt: Vor zwei Jahren seien er und der Verwaltungsleiter im Vorfeld von Betriebsratswahlen aneinandergeraten. Auch der stellvertretende Direktor, der die Kündigung unterschrieben hat, sei nicht gut auf ihn zu sprechen. „Er hat mir 2004 schon einmal gekündigt, nachdem ich jemandem geholfen hatte und dabei angeblich Geld verschwunden war“, so der Beschuldigte: „Nach einer Klage beim Landesarbeitsgericht musste er mich aber wieder einstellen.“

Ob ein Strafverfahren eingeleitet wird, steht noch nicht fest. Das Arbeitsgericht verhandelt ab Ende Februar über den Fall.