Mann wollte sich wohl von Polizisten erschießen lassen

Gelsenkirchen..  Er soll seinen Tod durch zwei Polizeikugeln bewusst provoziert haben: Der 45-Jährige, der am Dienstagabend in Gelsenkirchen bei einem Polizeieinsatz ums Leben kam, soll zuvor über den Kurznachrichtendienst „Whats-App“ nicht nur seinen Freitod angekündigt haben, sondern auch die Methode: Er müsse sich nicht selbst erschießen, wenn er die Polizei bedrohe. Die Staatsanwaltschaft bestätigte dies allerdings nicht.

Tatsächlich lief der Mann mit offen sichtbarer Pistole durchs Haus. Als Spezialkräfte schließlich in seine Wohnung eindrangen, zielte er auf den Kopf eines Beamten, der zum Selbstschutz sofort schoss. Wie sich später herausstellte, hatte der 45-Jährige nur eine täuschend echt aussehende Schreckschusswaffe.

Die „Selbsttötung durch Polizisten“ (englisch: „suicide by cop“) ist zumindest in den USA ein weitverbreitetes Phänomen.