Lehrer bat Schülerin zum Sex nach Hause

Witten/Herten..  Erst waren es nur Küsse, dann kam es zum Sex: Wegen seiner Liebe zu einer Schülerin ist ein Lehrer aus Witten am Dienstag vom Bochumer Amtsgericht wegen Missbrauchs von Schutzbefohlenen zu neun Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Der 53-Jährige ging vor zwei Jahren an der Erich-Klausener-Realschule in Herten ein Verhältnis mit seiner damals 15-jährigen Chemieschülerin ein.

Zwischen der heute 16-Jährigen und dem Wittener soll es zwischen September 2013 und Juli 2014 mindestens 84-mal zum Sex gekommen sein. Nachdem beide anfänglich nur Handynachrichten und danach – auf dem Schulgelände – Küsse austauschten, wurde die Beziehung intimer. Der 53-Jährige nahm das Mädchen, das seinen Chemieunterricht besucht hatte, regelmäßig mit nach Hause. Ihre Ausrede gegenüber ihren Eltern: Sie gehe zum Sport.

„Sie sind ein Mann, dem man intellektuell zutrauen musste, die Bremse zu treten“, kritisierte Richterin Monika Franz. Der Lehrer sagte, er sei sich seiner Schuld bewusst. „Aber die Liebe ist größer als alle Konsequenzen.“ Die Zuneigung gehe von beiden Seiten aus, betonte er. Nach Bekanntwerden der pikanten Beziehung hatte die Schule den Wittener beurlaubt. Die Beziehung zu seiner Ex-Schülerin besteht weiter.