Legoland: Duisburg muss zurückzahlen

Duisburg..  Das gescheiterte Kindermuseum Atlantis hat für die Stadt Duisburg ein teures Nachspiel. Sie muss rund 3,5 Millionen Euro Zuschüsse an das Land zurückzahlen, weil die Nachnutzung des alten Speicher-Gebäudes durch das kommerzielle „Legoland“ von 2009 bis 2012 nicht den Förderrichtlinien entsprach. Die Stadt hat jetzt ihre Berufung gegen das Urteil des Düsseldorfer Verwaltungsgerichtes zurückgezogen.

Das Gericht hatte 2014 in seinem Urteil unmissverständlich klar gestellt, dass das Legoland als „Ersatz“ des 2004 geöffneten und 2009 pleite gegangenen Kindermuseums „Atlantis“ gegen die Förderbedingungen verstoßen hatte. Alle Zweifel, dass das bunte Lego-Paradies nicht so recht der strukturfördernden und pädagogisch ambitionierten Förderkulisse eines Kindermuseums entspricht, hatten die Verantwortlichen aus Planungs- und Kulturressort sowie Rechtsamt damals in den Wind geschlagen.

Und auch die spätere Klage des Landes auf Rückzahlung von 3,5 Millionen Euro schreckte nicht. Dann kam die Quittung: Atlantis ist nicht Legoland, stellten die Richter fest: Das eine war gemeinnützig in Trägerschaft einer Stiftung, Legoland verfolgte dagegen „in erster Linie“ wirtschaftliche Zwecke.