Kreta, Korfu, Kos  &  Co bleiben beliebte Urlaubsziele

Nur die Ruhe: Dass sich die Finanzkrise in Griechenland zuspitzt, ist offenbar kein Grund für Stornierungen.
Nur die Ruhe: Dass sich die Finanzkrise in Griechenland zuspitzt, ist offenbar kein Grund für Stornierungen.
Foto: picture alliance / dpa
Die Griechenland-Krise scheint nur wenige Urlauber von einer Reise in das Land abzuhalten. Reiseveranstalter registrierten bisher jedenfalls nur wenige Stornierungen – aber dafür viele Anfragen verunsicherter Kundern.

Duisburg/Düsseldorf.. Griechenland-Reisen sind bei Urlaubern aus Deutschland in diesem Jahr besonders beliebt. Der Düsseldorfer Reiseriese Alltours rechnet für die aktuelle Saison mit zweistelligen Zuwachsraten. Auch am Wochenende habe es erneut mehr Buchungen gegeben als zum Vorjahreszeitpunkt. Bei der TUI ist ebenfalls von einer „guten Nachfrage“ nach Reisen zu Zielen wie Kreta, Rhodos, Kos und Korfu die Rede.

Urlaub Doch die Berichte über die Griechenland-Krise gehen offenbar nicht spurlos an den deutschen Urlaubern vorbei. „Wir verzeichnen bei unseren Kunden einen erhöhten Informationsbedarf, die sich telefonisch oder in ihrem Reisebüro über die Lage vor Ort erkundigen“, berichtet Sarah ­Bousart vom Duisburger Unternehmen Schauinsland-Reisen.

Eine vermehrte Anzahl von Umbuchungen oder Stornierungen sei aber nicht festzustellen, beteuern die Unternehmen. „Aus unserer Sicht gibt es aktuell keinen Grund, nicht nach Griechenland zu reisen“, betont TUI-Sprecherin Anja Braun. Der Reisepreis sei in Euro bezahlt, egal, welche Währung in der Urlaubsregion gilt. Flüge, Hotelübernachtungen oder Bustransfers seien bei den Pauschalreisen vertraglich abgesichert.

Reisenden wird reichlich Bargeld empfohlen

Auch der ADAC sieht derzeit keinen Grund, eine gebuchte Griechenland-Reise kostenfrei zu stornieren. „Eine andere Bewertung könnte nur dann eintreten, wenn erhebliche Beeinträchtigungen zu erwarten sind, zum Beispiel Unruhen, gravierende Streiks, Lieferengpässe oder eine Unterversorgung der Hotels“, heißt es beim ADAC.

Sarah Bousart von Schauinsland rät Griechenland-Urlaubern mit Verweis auf die aktuelle Empfehlung des Auswärtigen Amtes, „vorsichtshalber mit ausreichend Bargeld anzureisen“, um langen Schlangen an Geldautomaten zu entgehen. Und Anne Schmidt von DER Touristik in Köln beteuert, die Reiseleitung vor Ort werde den Urlaubern „uneingeschränkt“ zur Seite stehen: „Sollte es Notfälle geben, helfen sie auch unbürokratisch mit finanziellen Mitteln.“