Kommissar von Gewaltvorwurf freigesprochen

Düsseldorf..  Der Freispruch für einen Kommissar vom Vorwurf der Vergewaltigung ist rechtskräftig. Der Polizist war beschuldigt worden, auf einer Düsseldorfer Polizeiwache einen jungen Mann vergewaltigt zu haben. Der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigte am Donnerstag den Freispruch des Landgerichts Düsseldorf. (Az. 3 StR 65/15)

Das Landgericht hatte im August nach dem Grundsatz „Im Zweifel für den Angeklagten“ entschieden. Es sei zwar zu sexuellen Handlungen gekommen, urteilte das Gericht. Anders seien die gefundenen DNA-Spuren nicht zu erklären. Dass dabei Gewalt im Spiel war, sei aber nicht mit der notwendigen Sicherheit festzustellen gewesen.

Der Beamte hatte beteuert, den jungen Mann nicht berührt zu haben. Er sei seit 35 Jahren glücklich verheiratet und habe keine homosexuelle Neigungen. Die Staatsanwaltschaft hatte drei Jahre und neun Monate Haft wegen schwerer Vergewaltigung beantragt. Ihrer Ansicht nach hatte der Beamte das Opfer, das den Diebstahl seines Fahrrades anzeigen wollte, auf der Wache mit „Psycho-Spielchen“ und der Drohung, ihn bei einem Fluchtversuch zu erschießen, gefügig gemacht. Gegen den Freispruch waren sowohl der junge Mann als auch die Staatsanwaltschaft in Revision gegangen.