Kein Spielbetrieb mehr und hohe Gebühren

Essen..  Der Essener Sport reagiert auf die Gewalt im Freizeitfußball und will auffällige Vereine vom Spielbetrieb ausschließen. Ein entsprechendes Konzept wurde gestern Abend bei einem Fußballgipfel vorgestellt, zu dem Vertreter von 72 der 80 Essener Fußballvereine gekommen waren. Klubs, bei denen es Übergriffe gibt, sollen aus dem Essener Sportbund (Espo) ausgeschlossen werden. Durch die „gegenseitige Mitgliedschaft“ in übergeordneten Verbänden, wie dem Landessportbund und dem Fußballverband Niederrhein, würden sie auch dort ihre Zugehörigkeit verlieren. Sie könnten so nicht mehr am Spielbetrieb teilnehmen. Außerdem würden betroffenen Vereinen Fördermittel gestrichen und sie müssten erheblich höhere Gebühren für Sportstätten bezahlen. „Wenn wir jetzt nicht diese Rote Karte ziehen, bekommen wir das Spiel nicht mehr in den Griff“, warnte Wolfgang Rohrberg, Geschäftsführer des Espo.