Ein zweites „Stillleben“ für die erste Voll-Uni

Bochum..  Es war ein gut passender Versprecher: „Die Gründung der Ruhr-Universität fiel zusammen mit der Ansiedlung von Bochum“, sagte dieser Tage Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz – und hat damit die Bedeutung der Hochschule für die Stadt besser auf den Punkt gebracht als jede denkbare Festrede.

Sie meinte vermutlich „Ansiedlung von Opel“. Doch während die kurzlebige Autofabrik Geschichte ist, feiert die Uni mit der Wahlfarbe Blau ihr 50-Jähriges. Zentral für die Öffentlichkeit ist dabei die „Blaupause“: Samstag von 11 bis 18 Uhr auf der gesperrten Universitätsstraße. 1224 Bierzelt-Garnituren stehen da, 10 000 Angemeldete nehmen Platz, und alle anderen sind eingeladen, mitzufeiern. Platz ist für 130 000 Menschen gleichzeitig. Ähnlichkeiten mit dem charmanten „Stillleben“ der Kulturhauptstadt 2010 sind durchaus gewollt.

Daran schließt sich bis 23 Uhr die „Blaue Stunde“ am Rathaus an – ein Streifzug durch 50 Jahre Musik. Auf einem großen, schwebenden Ballon sollen dabei u.a. Ottilie Scholz und Rektor Elmar Weiler ihr bisher in der Öffentlichkeit unterdrücktes DJ-Hobby ausleben.

Eher offiziell geht es Samstagmorgen zu: Zum Festakt mit geladenen Gästen erwartet die Universität u.a. Bundespräsident Gauck und Ministerpräsidentin Kraft.

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