Ein kerniges Stück Flusslandschaft

Einzigartiger Landschaftsraum: die Usseler Heide.
Einzigartiger Landschaftsraum: die Usseler Heide.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Von Küstelberg nach Düdinghausen geht es über den Sauerland-Höhenflug mit seinen atemberaubenden Fernsichten und seltenen Naturbesonderheiten.

Sauerland..  Diese 16 Kilometer lange Etappe startet im Höhenort Küstelberg und besticht durch atemberaubende Fernsichten und seltenen Naturbesonderheiten. Der Weg führt entlang der Grenze zum hessischen Upland, vorbei an der Diemelquelle über die Usseler Hochheide mit herrlichen Panoramen bis nach Düdinghausen.

Die Strecke startet im Höhenort Küstelberg am Dorfplatz. Hier befindet sich neben der Bushaltestelle auch eine imposante, rund 500 Jahre alte Linde, die ein Wahrzeichen des Ortes ist. Küstelberg ist der höchstgelegene Ortsteil der Stadt Medebach und wurde erstmals im Jahre 1177 erwähnt.

Zunächst teilt sich der Sauerland-Höhenflug den Weg mit dem Rothaarsteig, vorbei am Jespers Bergelchen, dem Fliegerdenkmal bis zur Hillekopfhütte. Umgeben von 800 Meter hohen Bergen ergeben sich immer wieder beeindruckende Fernsichten. An der Hillekopfhütte trennen sich die beiden Fernwanderwege und der Sauerland-Höhenflug führt am Gedenkstein „Toter Mann“ bis in das wild-romantische Naturschutzgebiet des Flusses Litter. Nach 300 m biegt der Sauerland-Höhenflug links ab und führt hinauf auf den Krutenberg, wo eine fantastische Panoramaaussicht Sie erwartet.

Am Krutenberg verläuft die historische Grenze zwischen Waldeck und Kurköln. Heute markieren die Grenzsteine die Grenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Hessen. An der Wegekreuzung oberhalb von Titmaringhausen erinnert eine Tafel an einen Grenzkonflikt im 16. Jahrhundert, bei dem ein Förster aus Waldeck ums Leben kam. An der Kreuzung biegt der Höhenflug links ab und führt zusammen mit dem Medebacher Bergweg auf den Berg „Auf´m Knoll“. Unterwegs lädt ein Rastplatz mit einer Schutzhütte und herrlichem Ausblick über Titmaringhausen hinweg zu einer verdienten Pause ein.

Gipfel des „Kahlen Pön“

Durch Fichtenwälder führend erreicht der Sauerland-Höhenflug nach 1,5 km die Diemelquelle, die in 650 m Höhe an der Nahtstelle zwischen dem hessischen Upland und dem Sauerland entspringt und mit einer Kneipp-Wasserinne zu einer Erfrischung einlädt. Nun steigt der Sauerland-Höhenflug an und erreicht nach gut 800 m den Gipfel des „Kahlen Pön“. Auf dem Plateau liegt eine der wenigen verbliebenen Hochheiden der Region. Heideflächen und lichte Buchenwälder wechseln sich ab. Besonders im Herbst erwartet den Wanderer ein Farbenmeer des blühenden Heidekrauts. Derartige Lebensräume sind selten geworden, daher steht die Usseler Heide unter Naturschutz.

Durch Wiesen führt der Sauerland-Höhenflug entlang des Skiliftes bis zum Usseler Kreuz, biegt nach rechts ab und führt über einen Pfad hinauf zur Schutzhütte. Von hier hat man eine fantastische Aussicht über das hessische Bergland bis zum Habichtswald und die Warburger Börde.

Vorbei an der „Lügenbank“

Auf dem Weg zur Kalied passiert der Höhenflug einem im Volksmund als „Lügenbank“ bezeichneten Grenzstein, der wahrscheinlich den Ort eines früheren Freigerichts markiert. Aus dem Wald tretend breitet sich ein Panorama vor dem Wanderer aus. Über die Medebacher Bucht mit dem Vogelschutzgebiet reicht der Blick bis zum Kahlen Asten und dem Eisenberg. Zwei Panoramatafeln erläutern Landmarken und in einer Schutzhütte kann sich der Wanderer anhand von Tafeln über die Flora und Fauna der Bergwiesen informieren.

Informationen rund um die Tour

Nachdem der Sauerland-Höhenflug den Kalied umrundet hat, führt er zum „Spitzbubenbusch“, an dem früher die wegen ihrer Schlitzohrigkeit berüchtigten Händler lagerten. Hier biegt der Weg rechts ab und führt steil bergab durch einen urigen Hohlweg ins Tal. In Düdinghausen angekommen, informieren Tafeln an historischen Gebäuden über die bewegte Geschichte des Ortes. Aufgrund der Grenzlage zwischen der Grafschaft Waldeck und dem geistlichen Fürstentum Kurköln sowie den Bodenschätzen war Düdinghausen lange umkämpft.

Die Etappe endet an der Kirche. Das Heimathaus „Pastoren Scheune“ mit Dorfmuseum und historischer Drechselstube gegenüber der Kirche ist mit Sicherheit einen Besuch wert. Direkt an der Kirche befindet sich die Bushaltestelle Düdinghausen, Kirche. Mit der Buslinie R48 in Richtung Winterberg fahren Sie zurück nach Medebach, Küstelberg. Die Etappe ist mit dem Sauerland-Höhenflug-Logo (siehe Bild) wandersicher markiert.