Ein Graf schuf die Duisburger Seenplatte

Idyllischer Landschaftsraum und Naherholungsgebiet für die Menschen im Ruhrgebiet: die Duisburger Sechs-Seen-Platte.
Idyllischer Landschaftsraum und Naherholungsgebiet für die Menschen im Ruhrgebiet: die Duisburger Sechs-Seen-Platte.
Foto: Stefan Ziese
Was wir bereits wissen
Wie die sprichwörtliche Jungfrau zum Kinde, so kam Duisburg zu seiner Seenplatte. Heute erfreuen sich Wanderer, Radfahrer und Wassersportler an der einmaligen Landschaft.

Duisburg.. Als 1912 der Güterbahnhof Wedau angelegt wurde, griff die Reichsbahn der Einfachheit halber auf die Kiesablagerungen zurück, die der brausende Urstrom des Rheins gleich nebenan zurückgelassen hatte. Der Grund gehörte dem Grafen von Spee, dessen Familie ihren Stammsitz in Schloss Heltorf im Norden Düsseldorfs hat.

Seit den 1960er Jahren ist die Stadt Duisburg Eigentümerin des Geländes und damit nicht allein für den weiteren Kiesabbau zuständig, sondern auch für dessen Umgestaltung zum Naherholungsgebiet. Aus dem Haubachsee förderten die Bagger noch bis ins Jahr 2001 Kies empor.

Die teilweise miteinander verbundenen Baggerseen erfreuen Wanderer, Radfahrer und Wassersportler. Es gibt ein Strandbad, einen großen Spielplatz, Grillplätze, einen Aussichtsturm und sogar einen Modellboothafen.

Die Wanderroute

Besonders an warmen Wochenenden kann der Bereich um die Seen stark bevölkert sein, weshalb für diese Tour ein Vormittag in der Woche am besten geeignet erscheint. Etwas abseits der Seenlandschaft aus Menschenhand führt die Route durch stille Waldpartien, auch auf krummen Pfaden. Ein alter Grenzstein erinnert daran, dass die Geschichte dieser Waldungen weiter zurückreicht als in jene hektische Epoche, wo es hauptsächlich um Bahngeleise, Autobahnen und um ganz viel Kies ging.

Wir starten auf dem Parkplatz an der Masurenallee in Duisburg. An der Westseite führt ein Weg in den Wald. Schon nach wenigen Schritten biegt nach links ein Pfad ab. Der Pfad vollführt einige Schwünge, nähert sich dann immer mehr der Straße. An einem breiten Weg geht es rechts weiter. Erneut schlagen wir uns nach links auf einen Pfad.

Grenzstein von 1791

An einer Kreuzung erreichen wir den Punkt „An den vier Steinen“ (1). Im Mittelpunkt steht ein alter Grenzstein von 1791, an dem sich die Grenzlinien von vier Marken trafen. Marken waren das Gemeinschaftseigentum von Markgenossen, denen das Recht zustand, das Gebiet zu nutzen. 200 Jahre später hat ein Bürgerverein die Stelle neu gestaltet und den Wald so um einen hübschen Flecken bereichert.

Hinter der Stelle behalten wir die Richtung bei. Über eine hübsche Brücke (2) überschreiten wir den Haubach. Wir erreichen eine Straße, die hier leider den Wald zerteilt, an der wir links weitergehen. Am Ende der Straße geht es rechts weiter. Wo der Asphalt endet, gehen wir weiter nach Süden. Vor dem Damm der Autobahn 524 wenden wir uns nach rechts. Für den Lärm entschädigt uns im Sommer eine üppige Vegetation am Fuße des Damms. Der Weg wendet sich schließlich nach rechts und mündet auf einen breiten Weg. Dem breiten Weg folgen wir nach rechts. Es geht nun leider erneut schnurgerade weiter. An einer Wegkreuzung biegen wir in leicht spitzem Winkel links ab. Bei nächster Gelegenheit geht es rechts weiter, um gleich darauf halblinks abzubiegen. Wir erreichen die Saarner Straße, wo wir unseren Kurs, um einige Schritte nach links versetzt, beibehalten.

Böllert- und Wolfssee durch Damm getrennt

Wir verlassen unseren Pfad nach links und folgen nun dem Ufer des Wildförstersees. Schon bald liegt direkt am Ufer ein lauschiges Plätzchen (3) mit Bänken. Wir halten uns halbrechts, um dem Ufer des Böllertsees zu folgen.

Daten und Fakten zur Tour

Wo Böllert- und Wolfssee nur durch einen schmalen Damm getrennt sind, halten wir uns halbrechts, um nun am geraden Südufer des Wambachsees zu wandeln. Hinter dem Strandbad (4) mit der Gaststätte geht es rechts weiter.

Eine Brücke führt über die Stelle, wo sich Masuren- und Wolfssee berühren. An der nächsten Kreuzung biegen wir rechts ab, um die Gegend um den 22 Meter hohen Aussichtsturm (5) zu erkunden und vielleicht vom Turm aus den schönen Blick über Duisburgs Süden zu genießen. Der Wegverlauf zum Turm und zurück ist hier nicht näher beschrieben. Wenn wir etwa so gehen, wie in der Karte eingezeichnet, dann kreuzen wir auf dem Rückweg die Strecke, von der wir eben zum Turm abgebogen sind. Wir bleiben in der Richtung und erreichen den Parkplatz.