Ebay-Baby: Vater stellte die Verkaufsanzeige selbst ins Netz

Duisburg..  Neue Entwicklung im Fall des Duisburger „Ebay-Babys“: Wie die Polizei gestern mitteilte, hat der Vater bereits vergangenen Freitag gestanden, das Inserat im Internetportal „Ebay Kleinanzeigen“ selbst eingestellt und darin seine wenige Wochen alte Tochter für 5000 Euro zum Verkauf angeboten zu haben. In einer ersten Befragung hatte der Mann das noch bestritten.

Der 28-jährige Flüchtling, der mit seiner Frau (20) seit einem Jahr in Deutschland lebt, gab an, es habe sich lediglich um „einen Scherz“ gehandelt. Das Handy, mit dem er die Anzeige geschaltet haben will, wird derzeit untersucht.

„Die Stadt Duisburg geht davon aus, dass es derzeit das Beste für das Kind ist, wenn es bei einer Pflegefamilie untergebracht ist“, sagte eine Sprecherin. „Mindestens so lange, bis der Sachverhalt eindeutig geklärt ist.“ Das Kind sei bei der medizinischen Untersuchung „in einem einwandfreien und gepflegten Zustand“ gewesen. Dem Vater droht eine Haftstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, sollten ihm Vorsatz und versuchter Kinderhandel nachgewiesen werden.

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