Das Stellwerk in Mülheim ist ab Mitte März wieder in Betrieb

Projektleiter Lukas Joost erläutert die neue Stelltafel, die die Gleise zwischen Duisburg und Essen abbildet.
Projektleiter Lukas Joost erläutert die neue Stelltafel, die die Gleise zwischen Duisburg und Essen abbildet.
Foto: Volker Hartmann
Was wir bereits wissen
  • Das ausgebrannte Stellwerk Mülheim-Styrum geht am Wochenende vor Ostern wieder in Betrieb
  • Vom 18. bis 21. März fahren zwischen den Hauptbahnhöfen Mülheim und Duisburg gut zwei Tage keine Züge
  • Vom 21. März an soll zwischen Duisburg und Essen wieder der normale Fahrplan gelten

Ruhrgebiet.. Wenn das ausgebrannte Stellwerk Mülheim-Styrum am Wochenende vor Ostern wieder in Betrieb geht, vom 18. bis 21. März, dann können zwischen den Hauptbahnhöfen Mülheim und Duisburg gut zwei Tage keine Züge fahren. Das sind nur neun Kilometer Strecke, doch die Folgen sind noch bis Dortmund und Düsseldorf zu spüren: Züge fallen aus, werden umgeleitet oder durch Busse ersetzt. „Für die Kunden heißt es noch einmal: tapfer sein“, sagt Bahnsprecher Dirk Pohlmann.

Im Stellwerk selbst gehen die Arbeiten sichtlich dem Ende entgegen, auch wenn man den Satz „Das sieht doch schon schick aus“ von Projektleiter Dirk Ullendahl für etwas übertrieben halten kann. Arbeiter bohren, hämmern, ziehen Kabel, aber immerhin: Mittendrin steht die neue Stelltafel, die bimmeln kann („Zug kommt“) und auf der sich rote Blinklichter vorwärts bewegen. „Was da jetzt rot ist“, sagt Projektleiter Lukas Joost und wendet sich zum Fenster, „ist der ICE da, der gerade vorbeifährt.“

Hupen heißt: Störung

Hupen kann die Tafel auch. Hupen heißt: Störung. Heute hupt aber nichts. Das Stellwerk läuft bereits mit im Betrieb, nimmt aber noch keinen Einfluss. An jenem Wochenende dann prüft die Bahn, ob Weichen oder Signale auch alles machen, was von diesem Stellwerk kommt. Deshalb das Fahrverbot für Züge mit Fahrgästen.

Und hier finden Sie jetzt, wie Sie ans Ziel finden. Folgende Änderungen gelten vom 18. März, 22 Uhr, bis zum 21. März, 4 Uhr:

Fernverkehr: ICE- und IC-Züge werden zwischen Dortmund und Köln umgeleitet über Wuppertal und Gelsenkirchen. Die Stopps in Bochum, Essen, Mülheim, Duisburg und Düsseldorf fallen aus. An Startbahnhöfen können sich Abfahrtszeiten ändern.

RE 1 (Aachen-Paderborn): Die Züge werden zwischen Dortmund und Duisburg umgeleitet. Ersatzhalt ist in Herne. Zwischen Dortmund und Essen verkehren Ersatzzüge.

RE 2 (Münster-Düsseldorf): Die Züge fahren nur zwischen Münster und Essen. Ab Essen fährt die S 6 Richtung Düsseldorf, ab Duisburg die S 1 und der RE 5.

RE 6 (Minden-Düsseldorf): Die Züge von Minden enden in Essen, Richtung Düsseldorf fährt die S 6. Zwischen Duisburg und Düsseldorf verkehren die S 1 und mehrere RE-Züge.

RE 11 (Hamm-Mönchengladbach): Er fährt wie im gültigen Ersatzfahrplan zwischen Dortmund und Duisburg über Herne und Gelsenkirchen und hält dort auch.

S 1 (Dortmund-Solingen): Die S-Bahn fällt aus zwischen Essen-West und Duisburg Hbf. Als Ersatz fahren Busse.

S 3 (Hattingen-Oberhausen): Sie fährt wie im derzeitigen Ersatzfahrplan nur zwischen Hattingen und Essen. Zwischen Mülheim Hbf und Oberhausen Hbf pendeln Ersatzbusse.

Schienenersatzverkehr: Zwischen Essen, Mülheim und Duisburg verkehren zweimal stündlich Busse und halten überall da, wo sonst die Regionalexpresse halten. Zwischen Essen-West und Duisburg Hbf fahren zweimal stündlich Busse und halten überall, wo sonst die S 1 hält.

Nähere Informationen: 0180 6464 006 (20 Cent kostet ein Anruf aus dem Festnetz). Oder hier. Mit der Bitte um Geduld: Denn noch sind die Fahrplanänderungen dort nicht eingepflegt.