Das Ruhrgebiet als Tagungsort: im Paket besser

Ruhrgebiet..  Seit es das Ruhrgebiet als Paket gibt, ist die Zahl der Kongresse, Tagungen, Seminare und Runden deutlich gestiegen: Seit 2011 um 9,4 Prozent auf 115 923, wie die Ruhr-Tourismus GmbH (RTG) am Dienstag mitteilte. Dabei wurde mit absurder Genauigkeit alles gezählt, was sich in Hotels und Veranstaltungsorten mit über 50 Sitzplätzen abspielte.

Und das Ruhrgebiet als Paket? Steckt in der Initiative „Ruhr Meeting“, die von der RTG ausgeht und seit 2011 Hotels, Hallen, Veranstalter und Tourismusverbände verbindet. Unter anderem hat „Ruhr Meeting“ eine gleichnamige Seite ins Internet gestellt, auf der sich Veranstalter ihre ideale Tagungsstätte zusammenklicken können. Der überregionale Vorteil: Wenn etwa in Essen gerade alles dicht ist wegen der Messe „Schweißen und Schneiden“, weiß die Seite, dass Städte wie Mülheim oder Gelsenkirchen sehr in der Nähe sind. Wo es noch dieses oder jenes Bett gibt und Frei-Räume für eine zweite Veranstaltung.

Freilich hat die Initiative ein Problem: Das Fördergeld aus Düsseldorf und Brüssel für die ersten drei Jahre ist pünktlich ausgegeben, der Etat schmilzt dahin. „Das Ruhrgebiet ist jetzt als Tagungsort präsent, das muss es bleiben“, sagt RTG-Geschäftsführer Axel Biermann. Nun suchen sie weitere Partner, die von Veranstaltungen profitieren und etwas Geld fürs Netzwerk geben.