Chinese bekommt keine Babynahrung

Essen..  Der junge Vater aus Essen wollte vor allem Milchpulver für sein Baby kaufen. Doch im Drogeriemarkt „dm“ in Altenessen wurde er schroff zurückgewiesen. Die kurz angebundene Verkäuferin habe ihre Entscheidung lapidar damit begründet, dass der Kunde Chinese sei.

Tatsächlich gibt es zurzeit Lieferengpässe bei Milchpulver, weil die Nachfrage in China speziell nach besonders vertrauenswürdigen deutschen Produkten in Folge des Skandals um verseuchte Babynahrung stark angestiegen ist. Oft sind es Auslands-Chinesen, die das Milchpulver hierzulande aufkaufen und in größeren Mengen in die Heimat schicken. Darum hat etwa „dm“ für alle Kunden schon seit längerem eine Mengenbeschränkung auf maximal drei Pakete eingeführt.

Der junge Vater ging allerdings komplett leer aus und hatte gar nicht die Absicht, das Pulver nach China zu schicken. Er ist mit einer Deutschen verheiratet, mit dem sieben Monate alten Jungen leben sie in Altenessen.

Unternehmens-Geschäftsführer Christoph Werner erklärte inzwischen auf Nachfrage unserer Zeitung: „Nichts liegt uns bei ,dm’ ferner, als Menschen zu diskriminieren. Daher können wir nur unser Bedauern zum Ausdruck bringen.“

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