Blitzmarathon: Leute fuhren langsamer

Ruhrgebiet..  Beim achten Blitzmarathon in NRW sind offenbar weniger Autofahrer zu schnell unterwegs gewesen als zuvor: Von den 775 000 kontrollierten Fahrern waren nur 2,9 Prozent zu schnell (in Zahlen: 22 600). Im Vorjahr lag die Raserquote noch bei 3,4 Prozent, berichtet das NRW-Innenministerium am Freitag.

Allerdings war die Trefferquote regional doch sehr unterschiedlich: In Duisburg etwa fuhren gar 4,6 Prozent der Kontrollierten zu schnell. Dies lag laut Polizei allerdings daran, dass diesmal nur an bekannten Unfallschwerpunkten gemessen wurde. Der 25-jährige Spitzenreiter in Duisburg – 105 statt 50 km/h – kam gerade mit einer dicken Backe vom Zahnarzt. In Essen dagegen fielen nur 1,8 Prozent der kontrollierten unangenehm auf, in Gelsenkirchen gar nur 1,6 Prozent.

233 Autofahrer in NRW waren so schnell, dass sie wohl eine Weile zu Fuß gehen müssen – ihnen droht ein Fahrverbot. 13 Führerscheine stellten die Polizisten sogar vor Ort sicher. Den schnellsten Raser erwischten die Beamten auf der A 1 in Köln mit Tempo 204 statt der erlaubten 100 Stundenkilometer. Macht 600 Euro Bußgeld, drei Monate Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg. Der 48-Jährige zu seiner Entschuldigung: „Ich kam mit der Beschilderung nicht zurecht!“

In Wuppertal wurde ein Autofahrer mit Tempo 140 statt 50 erwischt. Die Folge: 680 Euro Bußgeld, drei Monate Fahrverbot und zwei Punkte in der Verkehrssünder-Datenbank.