Bienen der Ruhr-Uni gezielt mit Faulbrut infiziert?

Bochum/Witten..  Das Veterinäramt Bochum hat einen „Bienen-Sperrbezirk“ an der Stadtgrenze zu Witten errichtet. Denn bei Völkern der Ruhr-Universität im Lottental wurden Wabenstücke entdeckt, die mit der amerikanischen Faulbrut infiziert waren – einer Krankheit, die den Bienen-Nachwuchs tötet. Schlimmer Verdacht: Die Bienen wurden vorsätzlich infiziert.

Pia Aumeier, Biologin an der Ruhr-Uni, hatte im Dezember unter einem Futtertank in unmittelbarer Nähe der Uni-Bienen, die zu Forschungszwecken gehalten werden, verschimmelte Wabenstücke gefunden, die dort nicht hingehörten. Sie fürchtet, dass diese gezielt ausgelegt wurden. Wohl nicht alle Imker teilten ihre Ansichten über die Bienenhaltung. „Das kann nur ein Psychopath sein“, meint Andreas Le Claire, Vorsitzender des Kreisimkervereins in Bochum. 1000 Euro Belohnung setzte der Kreisimkerverein Ennepe-Ruhr-Kreis aus, um den Täter zu finden. Denn: Wenn sich die Seuche verbreiten sollte, müssten viele Völker getötet werden.