Chillen und coole Cocktails im Ruhrgebiet

Foto: www.blossey.eu
Was wir bereits wissen
Im Revier kann man sich fast so gut entspannen wie in der Karibik, auch wenn die Temperaturen etwas unterschiedlich sind. Die Beachclubs und Strandbars der Region laden in den warmen Monaten des Jahres zum Verweilen ein. Wir zeigen, wo sich der nächste Kurzurlaub verbirgt.

Lakeside Inn

Essen.. Haltern am See trägt seinen Namenszusatz nicht umsonst, hat die Stadt an der Schnittstelle zwischen nördlichem Ruhrgebiet und Münsterland doch gleich drei Sandstrände zu bieten: den riesigen Strand des beliebten Seebades, den feinen Sandstrand am Silbersee und den kleineren aber dennoch feinen Strand des Lakeside Inn. Hier an der Stevermündung in den Halterner Stausee bieten sich neben Urlaubsatmosphäre diverse Wassersport-Möglichkeiten – Schwimmen ist allerdings nicht erlaubt. Liegestühle und Strandkörbe verstehen sich von selbst, doch wer zu spät kommt, hat Probleme noch einen freien Platz zu finden.

Im typisch amerikanischen Restaurant Lakeside Inn gibt es alles für den sommerhungrigen Magen: von Burgern über Spare Ribs bis hin zu Wraps und Omelettes. Vor allem die Gourmet-Burger gelten unter Liebhabern als Geheimtipp. Doch nicht nur das Essen lädt zum Genießen ein. Jeden Mittwoch gibt es ab 18 Uhr Live-Musik und es finden regelmäßig Events statt, bei denen Musikbegeisterte auf ihre Kosten kommen.

Lemon Beach Club

Coole Drinks, Karibikflair und Industriekulisse: Wer den Blick auf Kräne, Binnenfrachter und Ausflugsschiffe mag, ist hier richtig. Der im August 2008 eröffnete Stadthafen Recklinghausen am Rhein-Herne-Kanal bietet neben einem Schiffsanleger auch den Lemon Beach Club mit weißem Sand, Sonnenliegen, chilliger Musik, Strandbar und Palmen. Für den kleinen Hunger zwischendurch werden im Restaurant verschiedene Gerichte und kleinere Snacks angeboten. Im Sand, in der neuen Lounge mit gemütlichen Sesseln und Sofas, sowie auf den Bierbänken ist immer irgendwo ein Plätzchen frei. Wenn die Sonne untergeht, übernehmen zahllose Fackeln die Beleuchtung und sorgen für entspannte Stimmung. Bekannt ist der Stadthafen vor allem als Partylocation des Bochumer 18KARAT, allerdings sind die Sonntagspartys, die bis zum Jahr 2009 das Szenevolk aus dem gesamten Revier nach Recklinghausen-Süd lockten, mittlerweile Geschichte. Doch auch heute finden regelmäßig Live-Veranstaltungen statt.

StrandDeck Kemnade

Der Kemnader See ist geradezu prädestiniert für einen Strand in Stadtnähe, und das StrandDeck ist sicherlich einer der schönsten Stadtstrände im Ruhrgebiet: Zwischen echten Palmen lässt man es sich auf dem Liegestuhl gut gehen, dazu gibt es erstklassige Cocktails, sommerliche Salate und eine kleine Snack-Auswahl frisch vom Grill. Ein Angebot für die ganze Familie: Die Kleinsten buddeln im Sand, für die Älteren gibt’s kühle Drinks, die Gemütlichen decken sich auf dem Holzdeck mit Kaffee und Kuchen ein und wer es zwischendurch sportlich angehen möchte, findet zwei Beachvolleyballfelder. Sorgfältig ausgewählte Musik in angemessener Lautstärke bringt auch am Abend sommerliche Stimmung und Entspannung nach einem stressigen Arbeitstag. Am Wochenende sorgt das StrandDeck dann für intensiver wippende Füße im Sand, denn mehrere DJs legen freitags und samstags ab 18 Uhr, sowie sonntags ab 12 Uhr passende Sommer-Musik auf.

Seaside Beach Baldeney

250 mal 35 Meter Sandstrand plus 100 Palmen macht zusammen: Seaside Beach Baldeney. Nicht an jedem Stadtstrand gibt es Wasser – und falls doch, hat man nicht unbedingt etwas davon. Hier schon: Die Surfschule Surf’n Smile verleiht Boards, gesurft werden kann auf dem Baldeneysee oder dem abgegrenzten Anfängerpool. Schwimmen ist zwar verboten, doch gegen Gebühr kann man in der Gruppe ein Floß bauen oder auf Kanutour gehen. Daneben gibt es fünf professionelle Beachvolleyballfelder und einen ausgezeichneten Naturseilgarten namens Seaside Beach Climbing. Urlaubsmäßige Drinks werden an drei Südsee-Bars serviert sowie an der Cocktailbar Santa Cruz, die in ein gestrandetes Segelboot integriert ist. Dem Freizeitangebot im großen Stil steht allerdings kein besonders auffälliges gastronomisches Angebot zur Seite. Immerhin gibt es Grillplätze: Holzkohle, Fleisch und Salate kann man vom Seaside Beach beziehen – muss man aber nicht. Eigene Getränke darf man jedoch nicht mitbringen.

Zeltfestival Ruhr am Kemnader See

In Sachen Gastronomie sicherlich das Beste, was es im Ruhrgebiet auf Sand (und Holzboden) gibt: Auch wer kein Ticket für eine Veranstaltung hat, macht es sich hier gegen einen Obolus von drei Euro im Liegestuhl, der Hängematte oder im Strandkorb zwischen Palmen und Kunstskulpturen gemütlich, genießt ein kaltes Getränk, ein Eis oder eine der vielen Köstlichkeiten, die etwa 20 Gastronomen rund um den Biergartenbereich frisch zubereiten. Das Angebot reicht von mediterraner und amerikanischer bis zu vegetarisch-ayurvedischer Küche. Fester Bestandteil des gastronomischen Portfolio ist das Bochumer „Livingroom“ mit sommerlichen Salaten, feinen Fleischgerichten und Flammkuchen. Seit 2012 schlägt auch das BBQ-Konzept „Mongo’s“ seine Zelte am Kemnader Stausee auf – mit außergewöhnlichen Fleischsorten, frischem Gemüse und den unverwechselbaren Soßen.

Aratta in Moers

Aratta: Das ist ein Mythen-umwobenes Königreich in Persien – oder eine Disko im Grünen, die dort liegt, wo Duisburg und Moers zum Niederrhein hin ausfransen. Es war zur Fußball-WM 2006, als dieses 400 Quadratmeter große Gelände direkt am gleichnamigen Club mit 300 Tonnen Sand überzogen wurde, um die Spiele der deutschen Mannschaft zu begutachten und ausgiebig feiern zu können. Viele behaupten, damals sei der schönste Stadtstrand Nordrhein-Westfalens entstanden. Kein eigenständiger Beachclub wohlgemerkt, sondern eher die Beach-Area eines Clubs. Um einen, sagen wir mal, beschaulichen See herum haben Sonnenhungrige im Sand, in Strandstühlen und -körben Platz zum Chillen und Genießen. Für das berühmte leibliche Wohl sorgt die Bar, bei speziellen Events eine zusätzliche Cocktailbar. Und wen der Hunger quält, der lässt sich beim Barbecue Feines vom Grillmeister kredenzen. Musikalisch ist das Aratta vor allem für HipHop-Battles und Technomusik bekannt.

Herr Walter in Dortmund

Herr Walter geht vor Anker: Gastronom Oliver Buschmann, vormals Betreiber der Strandbar Solendo, meldet sich zurück im Hafengebiet. Mitgebracht hat er Herrn Walter, ursprünglich ein Schüttgüterschiff, das bereits 1901 in Rathenow an der Havel vom Stapel lief und viele Jahrzehnte auf europäischen Flüssen und Kanälen mit besagten Schüttgütern unterwegs war. Seit einigen Jahren ist der „alte Mann“ zum Party-Kahn umgebaut und macht am östlichen Ufer des Schmiedinghafens fest. Man weiß ja nie, wie das Wetter wird – deshalb steht hier zunächst mal nicht der Strand im Mittelpunkt: In bester Clubatmosphäre können sich bis zu 150 Gäste auf Herrn Walter amüsieren. Beispielsweise auf dem Sonnendeck, das 150 Plätze bietet. Oder an der Bar, die für rund 70 Besucher ausgelegt ist. Diverse Veranstaltungen, etwa Live-Bands oder Lesungen, finden regelmäßig statt. Seit dem vergangenen Jahr gibt’s dann auch des Sommers vor dem Schiff, dort wo einst grober Schotter lag, feinsten Quarzsand, Strandkörbe, Liegekissen und Palmen.