Arbeiter stirbt in eingestürzter Baugrube

Moers..  Vor den Augen seiner Kollegen wurde am Mittwoch ein Arbeiter in Moers in einer Baugrube verschüttet. Am Abend, nach dramatischen Rettungsversuchen, konnte die Feuerwehr ihn nur tot bergen.

Um 15.30 Uhr hatte sich der tragische Unfall auf einer Großbaustelle ereignet. Der Arbeiter befand sich in einer etwa vier Meter tiefen Baugrube, als das sandige Erdreich nachgab. Wenig später schon hatten die Wehrleute sich zu dem 59-Jährigen aus Moers vorgearbeitet, ihn an eine Sicherungsleine gehängt – da passierte es erneut. Die Wände sackten ein zweites Mal weg, begruben den Verunglückten erneut, drohten sogar, die Retter zu verschütten: Sie mussten raus aus der Grube.

Ein Notfallseelsorger kümmerte sich später um die Wehrleute, die so nah daran gewesen waren, den Verschütteten zu retten. Feuerwehrchef Christoph Rudolph war an der Unglücksstelle bei seinen Männern: „Überall liegen Kabel und Rohre, wir können keine Wände setzen.“

Bis in den Abend sicherten die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk den Unglücksort, um sich bis zu dem Verschütteten durcharbeiten zu können. Doch bereits am frühen Nachmittag war klar: Unter den Erdmassen gab es keine Überlebenschance.