15-jähriger Duisburger gesteht Tod an 53-Jährigem

Was wir bereits wissen
Auch ein zweiter Jugendlicher steht vor Gericht. Er bestreitet die Tat bislang jedoch. Es drohen Jugendstrafen von bis zu zehn Jahren.

Duisburg..  Der gewaltsame Tod eines 53-jährigen Duisburgers, der im Dezember tot in seiner Wohnung im Stadtteil Bruckhausen gefunden wurde, ist offensichtlich aufgeklärt: Ein 15-Jähriger, der sich seit gestern wegen Mordes vor dem Duisburger Landgericht verantworten muss, ist laut Gerichtssprecher Bernhard Kuchler „weitgehend geständig“.

Ein ebenfalls angeklagter 16-Jähriger bestreite, zum Tatzeitpunkt in der Wohnung gewesen zu sein. Der Jüngere, so Kuchler, belaste ihn allerdings. Ein Jugendpsychiater werde hinzugezogen. Der Prozess läuft unter Ausschluss der Öffentlichkeit, weil die mutmaßlichen Täter minderjährig sind. Beide stehen unter Bewährung. Ihnen drohen Jugendstrafen von bis zu zehn Jahren.

Mit der Pfanne erschlagen und ausgeraubt

Die Jugendlichen sollen ihr Opfer, einen Bekannten, im November vergangenen Jahres getreten, mit einer Pfanne erschlagen und ausgeraubt haben. Die Staatsanwaltschaft geht von einem heimtückischen Mord aus, bei dem Habgier das Motiv sei. Ihre Beute, ein Handy und einen Fernseher, sollen sie verkauft haben.

Die Polizei hatte die Wohnung im Dezember aufbrechen lassen, um einen Durchsuchungsbeschluss zu vollstrecken. Der 53-Jährige stand im Verdacht, kinderpornografisches Material zu besitzen.