Rentner trägt Geld Monate in Beutel herum - und wird beklaut

Monatelang schleppte ein Rentner aus Münster einen sechstelligen Geldbetrag mit sich herum. Auf allen Wegen hatte er den Erlös aus einem Hausverkauf dabei; niemand konnte ihn davon abbringen: Nur bei ihm sei es sicher, soll er behauptet haben. Jetzt wurde er Opfer eines Raubüberfalls.

Münster.. Ein Räuber hat beim Überfall auf einen 79-jährigen Mann in Münster am frühen Dienstagabend einen sechsstelligen Geldbetrag erbeutet. Der Rentner trug das Bargeld in einem hellen Stoffbeutel bei sich, wie eine Polizeisprecherin auf Nachfrage berichtete. Eine WDR-Meldung, wonach es 140.000 Euro sein sollen, wollte sie nicht bestätigen. Sie sagte allerdings, es sei der Erlös aus einem Hausverkauf in der Stadt gewesen, daher könne man davon ausgehen, dass es mehr als 100.000 Euro seien.

Das Kuriose dabei: Der alte Mann schleppte das Geld schon seit Monaten mit sich herum. Nur bei ihm sei es sicher, soll er der Polizei gesagt haben. Auch seine Frau, so die Sprecherin, habe ihn nicht davon abbringen können, es bei seinen Wegen mitzunehmen.

Das, fügte die Sprecherin hinzu, erschwere die Ermittlungen. „Wir müssen je erst einmal herausfinden, wer innerhalb dieses langen Zeitraums erfahren hat, dass er so viel Geld bei sich trägt.“ Über die genaue Summe könne man auch deshalb nichts Gesichertes sagen, „weil wir noch nicht wissen, ob der Mann zwischenzeitlich Geld ausgegeben hat“.

Der Räuber hatte ihm im Treppenhaus aufgelauert, ihn weggerempelt und ihm den Beutel entrissen. Der alte Mann stürzte und verletzte sich leicht an der Hand.

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