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Remmel hält Berliner Antibiotikagesetz für eine Mogelpackung

19.09.2012 | 15:42 Uhr

NRW-Verbraucherschutzminister Johannes Remmel (Grüne) hält das vom Bundeskabinett verabschiedete Gesetz gegen Antibiotika in der Tiermast für nutzlos. Die von Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CDU) geplante Änderung des Arzneimittelgesetzes sei eine "Mogelpackung", sagte Remmel am Mittwoch in Düsseldorf.

Düsseldorf (dapd-nrw). NRW-Verbraucherschutzminister Johannes Remmel (Grüne) hält das vom Bundeskabinett verabschiedete Gesetz gegen Antibiotika in der Tiermast für nutzlos. Die von Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CDU) geplante Änderung des Arzneimittelgesetzes sei eine "Mogelpackung", sagte Remmel am Mittwoch in Düsseldorf.

So komme das Gesetz zu spät, werde den Antibiotikamissbrauch nicht zeitnah aufdecken und führe auch zu mehr Bürokratie. "Stattdessen stellt Ministerin Aigner einen Freibrief für den massiven Antibiotikaeinsatz aus", sagte Remmel.

Remmel fordert umfassende Nachbesserungen am Gesetzentwurf. Dazu gehörten ein klares Reduzierungsziel für den Einsatz von Antibiotika und eine umfassendere Kontrolle. "Es bringt den Kontrolleuren nichts, wenn sie nur ein Mal oder zwei Mal im Jahr erfahren, wo vor vier oder fünf Monaten übermäßige Mengen von Antibiotika eingesetzt worden sind", sagte Remmel. Ein Eingreifen wäre dann bereits zu spät.

dapd

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