Real baut um: Weniger Verwaltung, mehr Vertrieb

Die SB-Warenhauskette Real baut um. In den nächsten eineinhalb Jahren will die Handelskette bis zu 500 Vollzeitstellen im Verwaltungsbereich abbauen. Gleichzeitig soll jedoch das Personal im Vertrieb kräftig aufgestockt werden. Dort könnten in den nächsten fünf Jahren bis zu 3000 neue Mitarbeiter eingestellt werden, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Mönchengladbach.. Der Hintergrund: Bislang sind die Verwaltungsbereiche der Metro-Tochter noch über ganz Deutschland verstreut. Nun will Real diese Funktionen verschlanken und am Standort Düsseldorf zentralisieren. Im Zuge dieser Reorganisation werde es in den nächsten 18 Monaten zu einem Abbau von bis zu 500 Vollzeitstellen im Verwaltungsbereich kommen, teilte Real mit. Das Unternehmen werde sich um sozialverträgliche Lösungen bemühen. "Betriebsbedingte Kündigungen können jedoch nicht ausgeschlossen werden", betonte das Unternehmen. Von den Einschnitten erwartet sich Real Einsparungen in Höhe eines niedrigen zweistelligen Millionenbetrags.

Gleichzeitig will das Unternehmen sich mit einem neuen stark service-orientierten Filialkonzept namens "Food Lover" (Lebensmittel-Liebhaber) zusätzliche Marktanteile im hart umkämpften deutschen Lebensmittelhandel sichern. Der erste Markt mit dem neuen Konzept soll Ende November in Krefeld seine Tore öffnen. Dafür müsse die Service-Qualität in den Märkten erhöht werden. "Daher werden zukünftige Investitionen nicht nur in die Modernisierung der Standorte, sondern auch in eine deutliche Aufstockung des Personals fließen", betonte Real-Arbeitsdirektor Jörg Kramer.

Im neuen Pilotmarkt in Krefeld sollen bereits zur Eröffnung über die bisherigen 170 Mitarbeiter hinaus 75 zusätzliche Beschäftigte arbeiten. Durch den Rollout des neuen Konzepts auf weitere Standorte würden dann in den kommenden fünf Jahren bis zu 3000 zusätzliche Arbeitskräfte benötigt. Ausweiten will Real auch sein Onlineangebot und den Lieferservice.