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Razzien gegen Bau-Mafia im Ruhrgebiet und Rheinland

17.01.2013 | 09:25 Uhr
Razzien gegen Bau-Mafia im Ruhrgebiet und Rheinland
Mehr als 400 Polizisten und Steuerfahnder haben am Donnerstagmorgen in Nordrhein-Westfalen mit großangelegten Razzien zu einem Schlag gegen die italienische Bau-Mafia ausgeholt.

Köln.  Im Ruhrgebiet und Rheinland haben mehr als 400 Polizisten und Steuerfahnder Razzien gegen die italienische Bau-Mafia durchgeführt. Zeitgleich hatten auch italienische Behörden mit Durchsuchungen in Italien begonnen. Durch Strohfirmen soll ein Schaden von mehr als 30 Millionen Euro entstanden sein.

Polizei und Steuerfahndung ist ein Schlag gegen die italienische Baumafia gelungen. Mehr als 400 Beamte durchsuchten am Donnerstag mit Unterstützung von Spezialeinheiten Räumlichkeiten italienischer Baufirmen in 15 nordrhein-westfälischen Städten, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Köln mitteilten.

Zeitgleich begannen demnach italienische Ermittler mit Durchsuchungen in Licata, Ravanusa und Piazza Armerina auf Sizilien. Nach ersten Angaben wurden bei den Razzien elf Haftbefehle in Nordrhein-Westfalen vollstreckt, auf Sizilien wurden sechs italienische Verdächtige festgenommen.

Den Beschuldigten wird zur Last gelegt, 24 sogenannte Strohmannfirmen gegründet zu haben. Über diese Firmen sollen Schwarzarbeit und Steuerstraftaten mit einem Gesamtschaden von mehr als 30 Millionen Euro abgewickelt worden sein.

Spezialisten waren damit beschäftigt illegale gewinne abzuschöpfen

Die Durchsuchungen in Nordrhein-Westfalen erstreckten sich auf Privatwohnungen und Geschäftsräume in Köln, Leverkusen, Bergisch-Gladbach, Troisdorf, Solingen, Hagen, Schwerte, Witten, Dortmund, Hamm, Pulheim, Recklinghausen, Bornheim, Geilenkirchen und Wuppertal.

Der Schlag gegen die italienische Baumafia ist den Behördenangaben zufolge das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit unter anderem von Staatsanwaltschaft und Polizei Köln, der Steuerfahndungsämter Düsseldorf, Bonn und Wuppertal und des Bundeskriminalamts. Auf italienischer Seite waren demnach neben Carabinieri-Dienststellen der Generalstaatsanwaltschaft im sizilianischen Palermo und der Ermittlungsrichter des Gerichtes der Provinz Agrigent beteiligt.

Spezialisten in NRW und Italien waren am Donnerstagmorgen damit beschäftigt, die von den überwiegend sizilianischen Tatverdächtigen erwirtschafteten illegalen Gewinne abzuschöpfen. Unter anderem wurde eine Luxus-Villa auf Sizilien beschlagnahmt. (dpa/rtr)



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