Rassistische Bilder: Entlassung von Polizist war rechtmäßig

Ein Polizeianwärter soll seine Kollegin diskriminiert haben.
Ein Polizeianwärter soll seine Kollegin diskriminiert haben.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Ein angehender Polizist durfte entlassen werden, weil er rassistische Bilder verbreitet hatte. Seine Klage gegen die Kündigung lehnte ein Gericht ab.
  • Aachener Polizeiwärter hatte rassistische Bilder verbreitet
  • 22-Jähriger klagte gegen anschließende Entlassung
  • Gericht erklärte Entlassung jetzt für rechtmäßig

Aachen.. Ein Polizeianwärter in Aachen durfte nach einem Urteil wegen der Verbreitung rassistischer Bilder in einer Chat-Gruppe entlassen werden. Das Verwaltungsgericht Aachen wies am Donnerstag die Klage eines 22-Jährigen gegen seine Kündigung ab.

Auch bei gruppendynamischen Prozessen müsse von einem angehenden Polizeibeamten Selbstkontrolle erwartet werden, sagte der Vorsitzende Richter Markus Lehmler.

Rassistische Mobbings gegen Polizei-Anwärterin

Wer diese Fähigkeit nicht habe, sei für den Polizeidienst charakterlich nicht geeignet. Von einem Polizeianwärter müsse ein sensibler Umgang mit Rassismus erwartet werden, urteilte das Verwaltungsgericht Aachen.

Der Aachener Polizeipräsident Dirk Weinspach hatte den 22-Jährigen entlassen, weil der in dem von Anwärtern seines Kurses privat genutzten sozialen Netzwerk menschenverachtende, rassistische und fremdenfeindliche Bilder verbreitet hatte. Polizisten waren auf die Bilder bei Ermittlungen wegen rassistischen Mobbings gegen eine Anwärterin gestoßen. (dpa)