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Gericht verhandelt über neue Strafe für Autobahnschützen

05.01.2016 | 13:54 Uhr
Der Fernfahrer Michael K. (M) sitzt am 18.08.2014 im Landgericht Würzburg.
Der Fernfahrer Michael K. (M) sitzt am 18.08.2014 im Landgericht Würzburg.Foto: Daniel Karmann/dpa

Würzburg/Kall.  Vor mehr als einem Jahr ist der sogenannte Autobahnschütze Kall in der Eifel für eine jahrelange Serie von Schüssen auf Lastwagen zu zehneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Nun könnte sich seine Gefängnisstrafe leicht verringern. Im neu aufgerollten Prozess gegen den 59 Jahre alten Fernfahrer aus der Eifel verhandelt das Landgericht Würzburg seit Dienstag über eine neue Strafe.

Der Fall musste neu aufgerollt werden, weil der Bundesgerichtshof (BGH) das erste Urteil zum Teil kassierte. "Der BGH hat das Urteil vom Oktober 2014 in weiten Teilen bestätigt, nur einer der Schuldsprüche wurde aufgehoben", sagte der Vorsitzende Richter des Landgerichts Würzburg am ersten Prozesstag. Dies betreffe die 108 Fälle wegen versuchten gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Deshalb müsse die Strafe neu verhandelt werden.

Ob noch am Dienstag die Plädoyers gehalten werden könnten, war zunächst unklar. Am Vormittag wurden zunächst die Urteile des Landgerichts und des Bundesgerichtshofs verlesen. Am Nachmittag sollte ein Gutachter zu Wort kommen.

Der Fernfahrer hatte aus Frust im Straßenverkehr zwischen 2008 und 2013 mehr als 700 Schüsse abgegeben. Er wurde unter anderem wegen vierfachen versuchten Mordes verurteilt, weil auch Menschen durch Querschläger verletzt worden waren. Das Urteil zum neuen Strafmaß wird bislang für den 12. Januar erwartet.

(dpa)

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http://www.derwesten.de/region/prozess-gegen-autobahnschuetzen-wird-zum-teil-neu-aufgerollt-id11429751.html
2016-01-05 13:54
Prozesse, Kriminalität
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