Prominente Absagen könnten der Gamescom gefährlich werden
10.08.2012 | 09:42 Uhr 2012-08-10T09:42:39+0200
Köln. Microsoft, Nintendo und THQ: Diese drei Branchenriesen haben ihre Teilnahme an der diesjährigen Gamescom abgesagt. Der Veranstalter der Computerspiele-Messe gibt sich zwar zuversichtlich. Doch große Messen verlieren für viele IT-Unternehmen an Attraktivität. Analysten sehen die Gamescom in Gefahr.
Die Absagen prominenter Aussteller überschatten Computerspiele-Messe Gamescom in Köln (Start: 15. August). Während Sega sich nach anfänglichem Zögern doch für einen eigenen Stand entschieden hat, bleiben mit Microsoft , Nintendo und THQ gleich drei Branchengrößen der fünftägigen Schau am Rhein fern.
"Die Absagen sind ein herber Schlag für die noch sehr junge Messe", sagte Wafa Moussavi-Amin der Nachrichtenagentur dapd. Er ist Analyst und Deutschland-Geschäftsführer des IT-Marktforschers IDC. "Sollten die in den Medien verbreiteten Verluste der diesjährigen Gamescom annähernd stimmen, ist zu befürchten, dass die vierte Messe in Köln wohl die letzte sein könnte." Berichten zufolge ist die Messe mit 565.000 Euro im Minus.
Gamescom-Veranstalter geben sich zuversichtlich
Die Messe Köln selbst bestätigt diese Zahlen nicht und verbreitet stattdessen Zuversicht. "Trotz der schwierigen Marktsituation beweist die Gamescom Stabilität und Wachstum", teilte ein Unternehmenssprecher mit. Bei allen wichtigen Kennzahlen sei man im Plus, die Computerspiele-Messe übertreffe außerdem die Erwartungen mit positiven Deckungsbeiträgen.
Auch der mitveranstaltende Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) äußert sich optimistisch. "Wir haben 600 Aussteller, davon viele namhafte Unternehmen", sagte Geschäftsführer Maximilian Schenk im dapd-Interview. "Wenn jetzt andere Unternehmen in diesem Jahr nicht da sind, müssen wir dies akzeptieren, was wir aber auch gut verkraften."
Analyst Moussavi-Amin ist da skeptischer: "Insbesondere die Tatsache, dass Microsoft, Nintendo und THQ bedeutende Mitglieder im BIU sind, zeigt die Tragweite der Absagen."
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warum sollte jemand sich der Konkurrenz auf Messen stellen, wenn die abzuzockenden Kunden auf ganz anderen Wegen erreichbar , exclusiv und völlig abhängig zum Abkassieren Schlange stehen ?
Die Zeiten irgendwelcher Community-Entwicklungen und freien Programmierer sind Gott-sei-Dank der Copy-rights und Zugangs-Kontrollen ( und Verdummung der User, Dank liebe Politik und Parteien , Frau Minister für immer schlechtere Bildung und Wissen ) nicht mehr zu befürchten.