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Projekt "Radschnellweg Ruhr" würde 184 Millionen Euro kosten

05.09.2014 | 12:00 Uhr
Projekt "Radschnellweg Ruhr" würde 184 Millionen Euro kosten
Die Metropole Ruhr will Radfahrer auf eine eigene Schnellstraße bringen. Foto: Stephan Eickershoff / WAZ FotoPool

Essen.  Mammutprojekt: Der "Radschnellweg Ruhr" soll auf einer Länge von 101 Kilometern zehn Städte miteinander verbinden. Eine neue Studie kommt nun zu dem Ergebnis, dass das lange geplante Projekt bis 2020 Realität werden könnte. Die Kosten werden in dem Papier mit 183,7 Millionen Euro beziffert.

Das Ruhrgebiet soll bis zum Jahr 2020 einen 101 Kilometer langen Radschnellweg bekommen. Eine Machbarkeitsstudie hält die Realisierung der Strecke von Hamm bis Duisburg für möglich. Sie soll zehn Städte und vier Universitäten verbinden, teilten das Bundesverkehrsministerium und der Regionalverband Ruhr (RVR) am Freitag in Essen mit. Es wäre der erste regional bedeutsame Radschnellweg in Deutschland.

Die Strecke soll vor allem über alte Bahntrassen, an Kanälen entlang und durch die Innenstädte führen. Eines der vorrangigen Ziele ist es, Berufspendler zum Umstieg vom Auto auf das Fahrrad und das E-Bike zu bewegen. Der RVR erwartet durch Umsteiger 50.000 Autos pro Tag weniger auf den Straßen.

Laut Studie müssen für die Umsetzung 183,7 Millionen Euro investiert werden. Das Geld soll von Bund, Land, Kommunen, RVR und vor allem aus Fördertöpfen kommen. Die Beteiligten wollen jetzt in Konferenzen die Finanzierung ausloten. Das Ziel 2020, dem Jahr des 100. Geburtstags des RVR, könne aber nur bei zügigem Fortkommen eingehalten werden, hieß es im Verband.

Durchegehend asphaltiert

Der Radschnellweg mit dem Kurznamen RS1 soll an Standards gebunden sein, um bequemes Fortkommen zu gewährleisten. Die Strecke soll durchgehend asphaltiert sein, auf Autostraßen sollen räumlich abgegrenzte Radwege entstehen. An schwierigen Punkten sollen Überführungen gebaut werden.

92 Prozent der Gesamtstrecke verlaufen abseits des allgemeinen Verkehrs auf ehemaligen Bahntrassen, neben Kanälen oder S-Bahnstrecken. Zwischen Dortmund und Unna soll eigens ein Radweg neben einer S-Bahnlinie entstehen. Fußgänger sollen allgemein auf dem RS1 erlaubt sein. Sie erhalten aber einen abgegrenzten schmalen Bereich.

Innenstadtbereiche sind schwierige Abschnitte

Vorzeigestück, so der RVR, ist ein bestehender etwa sieben Kilometer langer Abschnitt der ehemaligen Rheinischen Bahn zwischen Essen und Mülheim. Dort seien die Bedingungen weitgehend erfüllt. Schwierige Abschnitte stellen Innenstadtbereiche der Großstädte dar. Dort müssen gelegentlich Straßen zu Fahrradstraßen mit einem getrennten Nebeneinander von Fahrradweg und Autostraße ausgebaut werden. Da geht es dann öfter auch um Ecken. (dpa)

Kommentare
06.09.2014
12:39
Projekt "Radschnellweg Ruhr" würde 184 Millionen Euro kosten
von TomPatapom | #29

Nur eine Frage am Rande : wieviel hunderte Mio € haben eigentlich die diversen
Planungsphantasien für den Metrorapid aka RXX mittlerweile verschlungen...
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1 Antwort
Projekt "Radschnellweg Ruhr" würde 184 Millionen Euro kosten
von Dr.House7 | #29-1

Es waren nur 54 Mio.

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Projekt "Radschnellweg Ruhr" würde 184 Millionen Euro kosten
Projekt "Radschnellweg Ruhr" würde 184 Millionen Euro kosten
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2014-09-05 12:00
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