Post-Tarifstreit: Opposition sieht den Bund in der Pflicht

Im Tarifkonflikt bei der Post fordern die Linke und die Grünen ein Eingreifen des Bundes. Sabine Zimmer von der Linksfraktion bezeichnete es am Mittwoch im Bundestag als Skandal, dass die Bundesregierung dem Unternehmen bei der Auslagerung von Arbeitsplätzen freie Hand lasse.

Berlin.. Auch die Grünen-Abgeordnete Beate Müller-Gemmeke sieht den Bund als Hauptanteilseigner in der Pflicht. "Die Post hat jeglichen Anstand verloren", beklagte sie bei einer Aktuellen Stunde im Parlament und übte deutliche Kritik an den neu gegründeten Regionalgesellschaften. In den 49 Gesellschaften sind bereits mehr als 6000 Menschen aus dem Paketdienst beschäftigt, die dort nach den niedrigeren Gehältern des Speditions- und Logistikgewerbes bezahlt werden.

Der Bund hält noch immer ein Aktienpaket von 21 Prozent an der Post. Ein Eingreifen in den Tarifkonflikt schloss der CDU-Parlamentarier Albert Weiler in der Debatte jedoch aus: "Tarifverträge gehören in die Hand der Gewerkschaften und der Arbeitgeber."