Polizei tötet mit Machete bewaffneten Mann

Hagen..  Ein mit einer Machete und einem Messer bewaffneter Mann hat gestern einen Mitarbeiter der Allianz-Agentur in Hagen schwer verletzt und ist anschließend von der Polizei erschossen worden. Mehrere Anwohner waren Augenzeugen des dramatischen Geschehens und schockiert von der Bluttat. Weil eine Hagener Polizeibeamtin den finalen Schuss abgab, wurde aus Neutralitätsgründen eine Ermittlungskommission der Kripo Wuppertal eingesetzt, um die Hintergründe des Falls aufzuklären.

Nach Informationen unserer Zeitung betrat ein Mann osteuropäischer Abstammung gestern gegen 14.45 Uhr eine Allianz-Agentur in Hagen und begann einen Streit mit dem Mitarbeiter (49), in dessen Verlauf er ihm mit einer Machete und einem Messer schwere Stichverletzungen beibrachte. Der Versicherungskaufmann konnte sich ins Freie retten und flüchtete, verfolgt von dem völlig außer Rand und Band geratenen Angreifer, die Straße hinunter.

Der Verletzte rettete sich schließlich in den Dönerladen, wo er zusammenbrach. Um den Blutverlust zu stoppen, band ihm der Inhaber des Ladens mit einem Gürtel den Oberarm ab. „Möglicherweise hat er ihm dadurch das Leben gerettet“, sagte ein Polizeibeamter später. Als der immer noch mit den Stichwaffen herumfuchtelnde Verfolger wissen wollte, wo sich sein Opfer befand, teilte ihm der Inhaber mit, dieses sei die Straße wieder hinaufgelaufen.

Daraufhin kehrte der Täter um und wurde von einer herbeigerufenen Streifenwagenbesatzung gestellt. Weil er der Aufforderung, seine Waffen fallen zu lassen, nicht nachkam und die Beamten stattdessen attackiert haben soll, wurde er von einer Polizistin erschossen. Der schwer verletzte Allianz-Mitarbeiter wurde mit Stich- und Schnittwunden und begleitet von einem Notarzt, in ein Krankenhaus gebracht.

Eigenbrötler und Sonderling

Wie bekannt wurde, wohnte der Täter gleich um die Ecke in einem Hochhaus. Berichten von Nachbarn zufolge war er ein Eigenbrötler und Sonderling. „Er trug immer schwarze Kleidung und hatte ein eigenartiges Auftreten“, berichtete ein Anwohner.