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Polizei findet DNA-Spuren von Zweijährigem an Bonner Bombe

22.05.2013 | 16:06 Uhr
Polizei findet DNA-Spuren von Zweijährigem an Bonner Bombe
Polizisten sichern am Bahnhof in Bonn Spuren. Foto: dpa

Bonn.  Gut ein halbes Jahr nach dem versuchten Bombenanschlag am Bonner Hauptbahnhof haben die Ermittler einem Medienbericht zufolge DNA-Spuren zuordnen können. Der Verdächtige soll Teil der Islamistengruppe sein, die einen Mordanschlag auf den Pro-NRW-Vorsitzenden geplant habe. Die Ermittler hätten DNA-Spuren seiner Frau und seines zweijährigen Sohnes an der Bombe gefunden.

Der versuchte Bombenanschlag am Bonner Hauptbahnhof steht offenbar kurz vor der Aufklärung. Die Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem Fall in Bonn und dem geplanten Attentat auf den Vorsitzenden der rechtsextremen Partei Pro NRW verdichteten sich, erklärte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe.

Weitere Auskünfte verweigerte sie mit Blick auf die laufenden Ermittlungen. Wegen des Attentatsversuchs sitzen bereits vier Verdächtige seit April in Untersuchungshaft.

Salafisten
Verdacht gegen Salafisten bei Bombe am Bonner Bahnhof

Haben die vier Salafisten, die die Polizei am Mittwoch verhaftet hat, auch den Sprengsatz am Bonner Hauptbahnhof abgestellt? Die Polizei ermittelt unter Hochdruck, weil einer der vier Männer am Telefon eine verdächtige Bemerkung gemacht haben soll.

Das Magazin "stern" hatte unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet, im Fall des versuchten Anschlags in Bonn führe eine heiße Spur zu einem deutschen Salafisten , der zuletzt in Bonn gemeldet gewesen sei. Die Ermittler hätten DNA-Spuren seiner Frau und seines zweijährigen Sohnes an der Bombe gefunden: auf dem Metallrohr und auf dem Wecker des Zeitzünders. Der Verdächtige sitze bereits in Untersuchungshaft, berichtete das Magazin. Der 25-Jährige sei auch Teil der Islamistengruppe , die einen Mordanschlag auf den Pro-NRW-Vorsitzenden geplant habe.

Unbekannte Täter hatten im Dezember eine Tasche mit einer Bombe am Bonner Hauptbahnhof abgestellt. Der Sprengsatz detonierte nicht. Der Fall löste jedoch eine neue Debatte über einen Ausbau der Videoüberwachung aus. Weil keine offiziellen Aufnahmen verfügbar waren, mussten die Fahnder auf Bilder einer Videokamera in einer McDonald's-Filiale zurückgreifen. (afp/rtr)



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