Herne

Polizei Dortmund: Fake-Profile und Hass-Kommentare behinderten die Suche nach Marcel H.!

Die polizei musste jedem Hinweis im Fall Marcel H. nachgehen - auch den gefälschten. Dabei ist wertvolle Zeit verlorengegangen.
Die polizei musste jedem Hinweis im Fall Marcel H. nachgehen - auch den gefälschten. Dabei ist wertvolle Zeit verlorengegangen.
Foto: Polizei/KDF-TV Stephan Witte
  • Die Polizei Dortmund, die im Fall Marcel H. ermittelte, hat am Montag ein Statement auf Facebook gepostet
  • Es ist ein Appell an alle Bürger, um die Polizeiarbeit in Zukunft nicht unnötig zu behindern

Herne. Die Polizei Dortmund hat sich Montagabend in Facebook-Post direkt an die Bürger gewandt. Es geht um die Ermittlungen im Fall Marcel H..

Polizei zeigt sich emotional

Für die Polizeibeamten war es ein emotional belastender Fall: „Auch bei uns arbeiten Mütter und Väter, die ihre Familien zu Hause haben und diese über alles lieben. Sie können uns glauben! Keiner von uns konnte sich den Gefühlen verschließen, die durch die äußerst schlimmen Taten des Marcel H. hervorgerufen wurden. Jeder von uns war auch schockiert!“

Mahnung an Facebook-User

Doch der eigentliche Grund für den Post ist ein Appell an alle Facebook- und Social-Media-Nutzer. Auch wenn sich die Polizei bei allen Bürgern für die Mithilfe bedankt, weist sie daraufhin, dass Hasskommentare nicht nur für die Ermittlung hinderlich sind, sondern auch einen höheren Arbeitsaufwand für die Polizei bedeuten.

„Bitte versuchen Sie in der Zukunft Ihre Emotionen – auch wenn es schwierig sein mag – in nicht beleidigende Bahnen zu lenken. Vielleicht sollten Sie einfach auch mal darüber nachdenken, dass nicht nur Sie und wir diese Kommentare lesen, sondern auch (Ihre) Kinder!“

Fake-Profile behindern Polizeiarbeit

Auch Fake-Profile mit offiziellen Fahndungsbildern von Marcel H. wurden eingerichtet. Diese führten dazu, dass die Polizei jedem einzelnen Hinweis nachgehen und auf die Richtigkeit überprüft werden musste. Dadurch sei wertvolle Zeit verloren gegangen.

Ein Appell an die Bürger

Die Polizei wünscht sich deshalb für die Zukunft:

„Unterlassen Sie es, Fake-Profile anzulegen, um andere User zu verängstigen oder die Polizei in die Irre zu führen! Prüfen Sie Ihre Quellen, bevor Sie Schrecken verbreitende Meldungen teilen!“

(jgi)

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