Pötte, Pizza, Pils: Familienkonzern Oetker zieht Bilanz

Der Familienkonzern Oetker baut seine Geschäfte stetig mit Zukäufen aus. So übernahm die Hamburger Reederei-Tochter Hamburg Süd Ende März das Container-Liniengeschäft eines chilenischen Konkurrenten. Außerdem erwartet Oetker bis Freitag dieser Woche die Freigabe der europäischen Wettbewerbshüter für die Akquisition der Conditorei Coppenrath & Wiese. Mit dem Osnabrücker Unternehmen plant der Bielefelder Konzern, ausgehend von seinen Backmischungen und kleinen Kuchen in die Bereiche Tiefkühl-Brötchen und -Sahnetorten vorstoßen. Konzernchef Richard Oetker will bei der Bilanzvorlage heute in Bielefeld über die Umsatzeffekte der Zukaufe für das laufende und auch das kommende Geschäftsjahr berichten.

Bielefeld.. In einzelnen Geschäftssparten hatte die Oetker-Gruppe bereits Kennzahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr veröffentlicht. Bei der Reederei Hamburg Süd war der Umsatz 2014 um 1 Prozent auf 5,2 Milliarden zurückgegangen. Im zweitwichtigsten Segment, dem Lebensmittelgeschäft, hatte Oetker seinen Umsatz zwar im Ausland steigern können, im Inland waren die Erlöse aber entgegen der Erwartungen konstant geblieben. Zur Oetker-Gruppe gehören außerdem der deutsche Biermarktführer Radeberger Gruppe, die Sektkellerei Henkell, das Bankhaus Lampe sowie zahlreiche kleinere Unternehmen. 2013 hatte der Konzernumsatz knapp 11 Milliarden Euro betragen.